Gutes Zeugnis in Sachen Bodenschutz

15 Jahre Vorarlberger Bodenschutzkonzept - Vorgaben weitgehend umgesetzt

Bregenz (VLK) - Boden ist speziell in einem kleinen, gebirgigen
Land wie Vorarlberg eine knappe Ressource, mit der sorgfältig umgegangen werden muss. Der vielfältige Nutzungsdruck auf das knappe Gut Boden war und bleibt hoch. Dennoch kommt eine jetzt vorgelegte Bilanz des Vorarlberger Bodenschutzkonzeptes 1992 weitgehend zu positiven Ergebnissen, stellten Landeshauptmann Herbert Sausgruber und die Landesräte Erich Schwärzler und Manfred Rein heute, Dienstag, im Pressefoyer fest. Der Bericht bestätigt, dass die im Konzept festgelegten Leitsätze in diesen 15 Jahren zum größten Teil umgesetzt wurden.
Die Kernforderungen des Bodenschutzkonzeptes 1992 reichen vom haushälterischen Umgang mit Grund und Boden und dem Halten der Siedlungsränder bis zur Erhaltung des Naturhaushaltes und einer standortgerechten Waldbewirtschaftung. Auch zur Bodenbeschaffenheit sind Ziele formuliert worden - Bewahrung der standortgemäßen Verschiedenartigkeit der Böden, weitestmögliche Verringerung bodenbelastender Luftschadstoffe sowie Vorgaben für das Düngen und für die Abfallentsorgung.

Landeshauptmann Sausgruber: "Das zeigt, dass bei uns schon damals die Bedeutung des Bodenschutzes in ihrer ganzen Breite erkannt worden ist." Erfreulich: Die von Fachleuten erstellte 15-Jahre-Bilanz konstatiert bei 72 von 92 untersuchten Teilaspekten positive Auswirkungen.

Agrar- und Umweltlandesrat Schwärzler wies auf die starke Umweltorientierung der Land- und Forstwirtschaft hin. Schon 90 Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe werden ÖPUL-gefördert. Auch die Schadstoffeinträge in die Böden konnten zum Teil deutlich reduziert werden. Und die Gesamtfläche der Schutzgebiete ist seit Beginn der 1990-er Jahre um 60 Prozent gestiegen.

Raumplanungsreferent Landesrat Rein hob hervor, dass es weitgehend gelungen ist, die Siedlungsentwicklung in geordnete Bahnen zu lenken. Anfang 1999 betrug der Bestand an Bauflächen in Vorarlberg 104,7 km2, Anfang 2007 waren es 109,4 km2, das sind ca. 4,2 Prozent der Landesfläche oder 18,5 Prozent des Dauersiedlungsraumes. Das Halten der Siedlungsränder bleibe weiter ein wichtiges Ziel, so Rein.

Gründe dafür, dass der Druck auf die begrenzte Ressource Boden hoch bleibt, sind vor allem die hohen Ansprüche an das Wohnen, die wirtschaftliche Prosperität, die gestiegene Mobilität, das veränderte Freizeitverhalten und das Bevölkerungswachstum. Die Ziele des Bodenschutzkonzeptes 1992 müssen daher konsequent weiterverfolgt werden, zu einem späteren Zeitpunkt soll eine neuerliche Evaluierung erfolgen.

Abb.: Schwefeldioxidbelastung, Luftgütestation Dornbirn

Abb.: Entwicklung der Bau- und Bauerwartungsflächen

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