Scheele: Gelder für Umweltschutzprogramm LIFE+ freigegeben

Natura 2000 Gebiete müssen zusätzlich finanziert werden

Wien (SK) - Der heutige Beschluss des Europäischen Parlaments in dritter und letzter Lesung über das Finanzierungsinstrument für Umwelt- und Naturschutzprojekte LIFE+ bestätigte die bereits zwischen dem Europäischen Parlament und dem Rat getroffene Einigung. Damit stehen diesem Programm in den kommenden sieben Jahren insgesamt 2,143 Milliarden Euro zur Verfügung. "Wie viel Geld wird es geben und wie wird es verwaltet? Das waren die schwierigsten Fragen, die es zu lösen galt. In beiden Punkten konnten die Parlamentarier ihre Position durchsetzen. Das betrifft einerseits die finanzielle Erhöhung der Mittel um 40 Millionen Euro gegenüber dem Vorschlag der Mitgliedstaaten, sowie die Verbesserung der Vergabemodalitäten", sagte die SPÖ-Europaabgeordnete Karin Scheele in Straßburg. ****

"Die Mitgliedstaaten wollten, dass 80 Prozent der Mittel von den Ländern verwaltet werden. Aufgrund des großen europäischen Mehrwerts des Programms wäre ein nationaler Zugang in dieser Frage allerdings mehr als kontraproduktiv", so Scheele. "Glücklicherweise ist es dem Parlament gelungen, die zentrale Verwaltung beizubehalten. Zwar können die Mitgliedstaaten Prioritäten setzen, allerdings wird ein Großteil der Gelder auch weiterhin von der EU-Kommission verwaltet."

LIFE+ ist in drei Teilbereiche untergliedert: "Natur und biologische Vielfalt", "Umweltpolitik und Verwaltungspraxis" und "Information und Kommunikation". "Unter den ersten der Punkte fällt auch die Erhaltung des Natura 2000 Netzwerks", erläutert die Europaabgeordnete. Europaweit machen diese Gebiete 11,6 Prozent des Hoheitsgebietes der EU aus, in Österreich sind es sogar 16 Prozent. "Allerdings werden über LIFE+ ausschließlich Projekte vorbildlicher Praxis und Demonstrationsprojekte im Zusammenhang mit Natura 2000 gefördert. Daher ist es notwendig, dass die EU-Kommission und die Mitgliedstaaten die Finanzierung dieses Netzes über andere Instrumente sicherstellen", fordert Scheele. (Schluss) js/mp

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