LH Haider zu Hypo-Anteileverkauf: Haben stärkeres Kärntner Unternehmen als je zuvor

Landesregierung beschließt Verkauf von 24,9 Prozent - LH Haider für langfristige Veranlagung der Erträgnisse

Klagenfurt (LPD) - Das Land Kärnten gibt auf einer Wertbasis von 3,25 Mrd. Euro 24,9 Prozent seiner Hypo-Anteile an die Bayerische Landesbank ab. Das wurde heute, Dienstag, in der Sitzung der Landesregierung beschlossen. Daraus wird es rund 800 Mio. Euro erlösen, hinzu kommen noch 22 Mio. Euro aus einer Sonderzahlung an die Altaktionäre. Laut Haider wird das Land noch weiterhin Dividenden und Haftungsprovisionen erhalten, das Hypo-Headquarter bleibt in Klagenfurt. Zudem hat sich das Land Mitsprache- und Informationsrechte zugesichert, die über jene einer Sperrminorität hinausgehen. "Wir haben jetzt ein stärkeres Kärntner Unternehmen als je zuvor", betonte Haider.

Die Erträgnisse aus dem Verkauf der Anteile will der Landeshauptmann langfristig veranlagen, um daraus jährlich Programme und Projekte zur Wirtschaftsentwicklung zu unterstützen. Er erwartet sich dafür rund 15 bis 20 Mio. Euro pro Jahr. "Wir wollen nicht über Gefahren reden, sondern über Chancen", reagierte er auf die Kritiker des Anteileverkaufs. Haider sieht im Verkauf nämlich eine "dauerhafte Zukunftssicherung" für das Land und die Hypo. Über das genaue Verfahren des Verkaufs will er auch noch den Landtag formell informieren, dessen Beschluss aber nicht nötig sei.

Haider erklärte außerdem, dass man mit dem Anteileverkauf gegenüber dem zuerst geplanten Börsegang der Hypo enorm gewonnen habe. So wäre es beim Börsegang um 2,6 bis 2,8 Mrd. Euro gegangen, nun stehe man bei 3,25 Mrd. Euro. Über sogenannte "Golden Shares" -also die verbindliche Mitsprache mit schon einer Aktie - habe das Land starke Rechte für sich verankert. So könne beispielsweise eine Verlegung des Headquarters nur bei 100prozentiger Anwesenheit und 100prozentiger Zustimmung aller Aktionäre erfolgen. Um über 20 Prozent der Anteile zu halten, wird das Land von den Hypo-Mitarbeitern 0,3 Prozent übernehmen.

Laut Haider ist das Verkaufsverfahren außerdem "absolut EU-konform". Für die EU wichtig sei ein fairer Preis, und dass man nichts verschenke. Kärnten habe aber sogar einen überdurchschnittlich guten Preis ausverhandelt. Haftungsprovisionen bekommt das Land noch solange seine Haftungen laufen. Für Geschäftsfälle von 2003 bis 2007 gibt es laut dem Landeshauptmann eine limitierte Haftung, ab 1. April 2007 keine Haftung mehr.
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