Schmied: Bildung ist Schlüssel zu mehr und besseren Arbeitsplätzen

"Bildungspolitik ist Gesellschafts- und Wirtschaftspolitik"

Wien (SK) - "Bildung ist der Schlüssel zu mehr und zu besseren Arbeitsplätzen", betonte Bildungsministerin Claudia Schmied am Dienstag bei der 35. volkswirtschaftlicher Tagung in Wien, die unter dem Titel "Human capital and economic growth" stand. Sie nannte zwei zentrale Fragestellungen, denen sie sich in Zukunft widmen möchte:
"Wie kommen wir im Bildungssystem zu mehr Spitzenleistungen? Und: Wie können wir gleichzeitig auch achtsam mit Schwächeren umgehen". Schmied wies darauf hin, "dass die österreichische Bildungslandschaft in den letzten Monaten in Bewegung geraten ist". Das führt sie einerseits auf die öffentliche Debatte und andererseits auf die Maßnahmen der neuen Bundesregierung zurück, die "alleine für 2007 und 2008 der Bildung 200 Millionen Euro an Sondermitteln zur Verfügung stellt". Der Ministerin ist allerdings sehr wohl bewusst, dass "Veränderung in einem über Jahre stabilen System eine intensive Kraftanstrengung abverlangt". Für sie steht jedenfalls fest, dass "die Schüler immer im Mittelpunkt der Betrachtung stehen müssen". ****

"Bildungspolitik ist Gesellschafts- aber auch Wirtschaftspolitik", erklärte Schmied. Deshalb freut sie sich darüber, "in der Industriellenvereinigung einen starken Partner bei diesem Zukunftsthema zu haben". Schmieds Zugang zur Bildung ist eng mit Innovation verbunden, ebenso wie mit einem Impuls aus "Kreativität, Kunst und Kultur".

Die Bildungsministerin nannte eine Reihe von Projekten der Bundesregierung zur Optimierung des Bildungssystems in Österreich, "die schon ab diesem Herbst umgesetzt werden". Dazu zähle vor allem "mehr Zuwendung für Schüler durch die Senkung der Klassenschülerhöchstzahl auf den Richtwert 25". Schmied wies in diesem Zusammenhang auf "eine große logistische Herausforderung" hin. Des Weiteren werde es mehr Förderung von Fremdsprachen, vermehrten Teamunterricht und gesteigerte Talenteförderung geben. Bei der Lehrerfortbildung komme es durch die Curricula der neuen pädagogischen Hochschulen zu einem ersten Schritt der Zusammenführung der Lehrerausbildung. Ferner werde sich eine Expertengruppe ab Herbst "Gedanken über die Schule der Zukunft machen"". Die gemeinsame Schule der Zehn- bis Vierzehnjährigen werde ab dem Schuljahr 2008/2009 in drei bis vier Modellregionen untersucht, so Schmied, die "die Bevölkerung vom ersten Augenblick an über die Entwicklungen in diesen Schulen informieren möchte".

Was den Universitätszugang betrifft, lehnt Schmied "eine Fremdbestimmung über den Einzelnen durch Auswahl bestimmter Institutionen" ab und möchte vielmehr durch Bildungsinformation und Mentoring-Programme einen Beitrag dazu leisten, dass "jeder seine Begabungen entdecken kann". (Schluss) re

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