Unseren Landesversorger Energie AG nicht zum Spekulationsobjekt machen

Frais: "Nicht Verkaufsauftrag, sondern Versorgungsauftrag steht im Vordergrund"

Linz (OTS) - "Wenn unser Landesversorger Energie AG zum
Gewinnobjekt für private Aktionäre wird, dann tritt der nachhaltige Versorgungsauftrag deutlich in den Hintergrund - das muss jedem verantwortlichen Entscheidungsträger bewusst sein. Es geht dabei nicht nur um unser Trinkwasser, sondern auch um die heimische Wasserkraft, um unser Stromleitungsnetz, die Müllentsorgung, die Fernwärme und vieles mehr, das jeder Mensch zum täglichen Leben braucht", macht SP-Klubobmann Dr. Karl Frais deutlich. Aufgrund der umfassenden Bedeutung des Landesversorgers (vergleiche EAG-Konzernüberblick*) für unser Bundesland dürfen keine Schritte in eine unsichere Zukunft der Energie AG an der Börse gesetzt werden.

* Unter folgendem Link erhalten Sie auf Seite 6 eine grafische Darstellung der umfassenden Geschäftsbereiche und Beteiligungen des Energie AG-Konzerns aus dem Geschäftsjahr 2004/2005:
http://konzern.energieag.at/eagat/resources/257501226587649392_326148
745504584097.pdf

Gewinne und Renditen, wie sie bei börsenotierten Unternehmen allein schon aufgrund der Interessen der Aktionäre im Vordergrund stehen müssen, dürfen für einen Landesversorger wie die Energie AG keinesfalls die ausschlaggebenden Kriterien sein. "Die optimale Versorgung der gesamten Bevölkerung zu sozial angemessenen Preisen zählt zu den primären Aufgaben des Landesversorgungsunternehmens. Diese Aufgabe verträgt sich jedoch nicht mit den Gewinn-Interessen von Aktionären. Deshalb lehnen wir als SPÖ einen Börsegang des Landesversorgers ab", so Frais.

Auch aus ökologischer Sicht erkennt Frais die Notwendigkeit, dass der Landesversorger in öffentlicher Hand bleibt: "Angesichts des Klimawandels verändern sich auch die Anforderungen an die Landesversorgung. Umso wichtiger ist es, das öffentliche Eigentum an der Energie AG zu erhalten, um so auch die Versorgungsleistungen von morgen und übermorgen flächendeckend und zu sozial angemessenen Preisen erfüllen zu können. Dabei ist es nicht ausreichend - wie ÖVP, FPÖ und Grüne vorschlagen - nur die Verfügungsgewalt durch eine knappe 51%-Mehrheit an der Energie AG zu erhalten, sondern es geht darum, insgesamt das öffentliche Eigentum am Wasser, an der Wasserkraft und am Stromleitungsnetz zu erhalten. Wer diese Zeichen der Zeit nicht erkennt, der handelt fahrlässig und verstößt gegen das Prinzip der Nachhaltigkeit."

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Mag. Andreas Ortner

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