Österreichs Russlandexporte seit letztem Putin-Besuch 2001 verdoppelt

Österreichisch-Russisches Wirtschaftsforum mit Präsident Putin am 23. Mai in der WKÖ

Wien (PWK381) - "Die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Österreich
und Russland haben in den letzten Jahren eine Top-Performance hingelegt und erreichten im Vorjahr ein Volumen von über 4,6 Mrd Euro", berichtet der Präsident der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Christoph Leitl, im Vorfeld des morgigen Besuchs von Russlands Staatspräsident Wladimir Putin in der WKÖ. Seit Putins letztem Besuch in der WKÖ 2001 haben sich sowohl die österreichischen Exporte in den 140 Millionen Einwohnermarkt als auch der bilaterale Außenhandel bis heute mehr als verdoppelt. Die Austro-Exporte legten von 941 Mio Euro auf 2,2 Mrd zu, das gesamte Außenhandelsvolumen (inkl. Importe) von 2,1 Mrd Euro auf 4,6 Mrd Euro. Leitl: "Trotz des bereits hohen Volumens konnten unsere Ausfuhren in die Russische Föderation 2006 erneut um 31,2 % gesteigert werden, womit Russland für die heimische Wirtschaft im Vorjahr der am raschesten wachsende Exportmarkt unter den 20 wichtigsten Abnehmerländern war."

Der Abstand Russlands zur USA, dem wichtigsten Überseemarkt für österreichische Waren und Dienstleistungen, verringere sich kontinuierlich, weist der WKÖ-Präsident auf doppelt so hohe Wachstumsraten der Russland-Exporte hin (2006: Russland 31,2 %, USA 15,5 %). Nach einer Analyse der Außenwirtschaft Österreich (AWO) der WKÖ ist das Geschäftspotenzial im Russland-Handel aber noch bei weitem nicht ausgeschöpft. Leitl: "Außerhalb der EU zählt die Russische Föderation gleich nach den USA und China zur jenen Wachstumsmärkten mit dem größten Exportpotenzial für Österreich bis 2009." Rund 350 Niederlassungen und Repräsentanzen wurden von großen österreichischen Firmen, "die sicherlich keine österreichischen Oligarchen sind", bereits in Russland gegründet, weiß Leitl.

Eine entsprechende Dynamik verspricht auch das morgige russisch-österreichische Wirtschaftsforum in der WKÖ, das von Präsident Leitl und dem Präsidenten der russischen Industrie- und Handelskammer, Evgeny Primakov, organisiert wird. Es nehmen nicht nur österreichische und russischen Top-Firmen teil, sondern auch höchste politische Repräsentanten, der russische Staatspräsident Wladimir Putin, Österreichs Bundeskanzler Alfred Gusenbauer sowie Wirtschaftsminister Martin Bartenstein. "Die Wirtschaft verbindet und lässt auch die Politik näher zusammenrücken", verweist Leitl auf die positiven Auswirkungen vertrauensvoller und dauerhafter Geschäftsbeziehungen zwischen den beiden Ländern.

Leitl kann mit ganz konkreten Geschäftsabschlüssen und Vertragsunterzeichnungen beim Wirtschaftsforum aufwarten. So wird der Grazer Motoren-Spezialist AVL List am Mittwoch einen Rahmenvertrag in Höhe von 210 Mio Euro in der WKÖ unterzeichnen und die OMV AG mit der russischen Gazprom ein "Memorandum of Understanding" zur Erdgasversorgung in Mittel- und Osteuropa unterzeichnen. "Es dreht sich aber bei unseren Investitionen nicht nur um Infrastruktur und Energie, sondern beispielsweise auch um den Lebensmittelsektor", weist Leitl auf das breite Spektrum der heimischen Russlandlieferungen und auf insgesamt 30 geplante Vertragsunterzeichnungen namhafter Unternehmen beim morgigen Forum in den verschiedensten Wirtschaftsbereichen hin. So sind beispielsweise Magna, Strabag, Andritz, Raiffeisen und Ba-Ca an Kooperationen und größeren Projekten in Russland interessiert.

"Das russisch-österreichische Wirtschaftsforum wird zur weiteren Intensivierung der Handelsbeziehungen einen wichtigen Beitrag leisten und Österreich und Russland noch enger verbinden", ist Leitl von einem erfolgreichen Zusammentreffen überzeugt. (Ne)

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