AMA Marketing: Heimische Produzenten starten Erdbeer-Saison

Österreicher verzehren im Schnitt 3,8 kg der kalorienarmen köstlichen Früchte

Wien (AIZ) - In diesen Tagen kommen die ersten Erdbeeren aus österreichischer Produktion auf den Markt. Das Bundesland mit der größten Erdbeerernte ist Niederösterreich. Im Burgenland wurde das größte Anbaugebiet im Raum Wiesen vor wenigen Tagen von Landwirtschaftsminister Josef Pröll als weitere heimische "Genuss-Region" ausgezeichnet. Die Österreicher verzehren im Schnitt 3,8 kg Erdbeeren pro Kopf und Jahr. Im Lebensmittelhandel geben die Wiener mit EUR 5,70 pro Person und Jahr am meisten für die süßen Früchtchen aus. Insgesamt wurden im Jahr 2006 Erdbeeren im Wert von mehr als EUR 32 Mio. im Lebensmittelhandel eingekauft. Diesem Wert steht eine Menge von über 13.500 t gegenüber. Erdbeeren gehören nach den Weintrauben zu den meist gekauften Beeren-Früchten, belegt eine aktuelle RollAMA-Studie. Davon stammt rund die Hälfte aus dem Inland, der Eigenversorgungsgrad liegt konkret bei 46%. Dies teilte der Geschäftsführer der AMA Marketing, Stephan Mikinovic, bei einem Pressegespräch mit.

Niederösterreich ist mit einer Produktion von 5.500 t das größte Erdbeeren erzeugende Bundesland. Hauptanbaugebiete sind dort das Marchfeld, der Raum St. Pölten, die Region Tulln und Hollabrunn. Rund um Amstetten sind gerne die Selbstpflücker unterwegs und die Felder um Zwettl verlängern wegen der späten Ernte die Saison. In Oberösterreich, mit rund 4.400 t das zweitgrößte "Erdbeerland", konzentriert sich der Anbau auf das Eferdinger Becken, er findet aber sonst überall im Land und in allen Höhenlagen statt. Die Erdbeerernte der Steiermark wiegt ca. 2.700 t und kommt überwiegend aus dem Gebiet der Ost- und Südoststeiermark vor allem entlang der Raab. Im Burgenland wurde nunmehr mit den "Wiesener Ananas Erdbeeren" sogar eine eigene Genuss-Region eröffnet. Im Ort Wiesen befand sich zwischen 1912 und 1922 eine Erdbeerversuchsanstalt. Die burgenländische Produktion umfasst knapp 700 t.

Gesunde Nascherei und wahrer Jungbrunnen

Die Erdbeere zählt mit nur 37 Kalorien pro 10 dag zu den kalorienärmsten Obstarten. Sie bestehen zu 90% aus Wasser. Die rote Beere ist Spitzenreiter bei Vitaminen, sie enthält mehr Vitamin C als Zitrusfrüchte und liefert Folsäure, die vor Herz-Kreislauferkrankungen schützt. Sehr hoch ist der Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen, diese entfalten als bioaktive Substanzen eine Vielzahl positiver Wirkungen im Körper. Sie können das Immunsystem stärken, Infektionen vorbeugen oder etwa den Cholesterinspiegel im Blut regulieren. Erdbeeren sind somit ein wahrer Jungbrunnen, sie können auch gegen Gicht helfen, den Blutdruck senken, den Darm mobilisieren, entwässernd wirken und vor schädlichen Radikalen schützen.

Richtige Lagerung wichtig

Erdbeeren sollten schonend behandelt und deshalb immer erst unmittelbar vor dem Genießen oder Zubereiten gewaschen werden. Im Kühlschrank halten sie bei 2 bis 6 Grad Celsius ein bis zwei Tage. Sie reagieren empfindlich auf falsche Lagerung, lange Transportwege oder Druck. Als Folge können sie schnell an Aroma verlieren und einen Teil ihrer wertvollen Inhaltsstoffe einbüßen. Die Erdbeerzeit, die von Mitte Mai bis Juli dauert, kann durch das Einfrieren der Früchte verlängert werden. Dazu sollte man die Früchte einzeln auf ein Tablett legen und vorfrieren, erst dann lagert man sie in geeigneten Behältern im Gefrierschrank.

Geschmackliche Vielfalt

"Erdbeeren harmonieren mit vielen Zutaten und gehen mit ihnen regelrecht eine sinnliche Beziehung ein. Die Süße der Beere passt hervorragend zur Säure etwa von Zitronen oder Rhabarber. Die Gourmetküche kombiniert Erdbeeren sogar mit Balsamicoessig. Eine besonders feurige Kombination bieten sie mit Pfeffer oder Chili. Wer es traditioneller mag, verwendet Vanillezucker, Zimt, Melisse oder Pfefferminze. Kaum eine Obstart passt auch so gut zu Milchprodukten wie die Erdbeere. Beliebt sind da Rezepte mit Joghurt, Topfen, Schlagobers oder Erdbeermilch oder auch Eis. Die Erdbeere hat auch schon einige Käsesorten als Partner erobert und verfeinert mittlerweile ebenso Salate. Ein besonders prickelndes Erlebnis wiederum bietet die rote Frucht, wenn sie in Sekt oder Champagner badet", wies Mikinovic auf die vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten dieser begehrten Frucht hin.
(Schluss) kam

Rückfragen & Kontakt:

AMA Marekting
Mag. Hermine Hackl, Unternehmenskommunikation,
Tel. 01/33151-404; Mobil 0664/837 61 78;
E-Mail: hermine.hackl@ama.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AIZ0001