Europäische Bibliotheksverbände wählen Österreicher zum Präsidenten

Wien (OTS) - Der neue Präsident Gerald Leitner fordert:

  • die Vorantreibung von Digitalisierungsprojekten,
  • den Ankauf von Nationallizenzen für Datenbanken und
  • ein Bibliotheksgesetz für die Öffentlichen Bibliotheken in Österreich.

Die europäischen Bibliotheksverbände (EBLIDA) wählten bei ihrer Generalversammlung in Reykjavik den Geschäftsführer des Büchereiverbandes Österreichs Gerald Leitner zum neuen Präsidenten.

EBLIDA - mit Sitz und Büro in Den Haag - betreibt Lobbying für Bibliotheken und deren Benutzer vor allem auf europäischer Ebene. Hauptaufgaben sind die Sicherstellung des freien Zugangs zur Information in der europäischen Gesetzgebung, die Vorantreibung von Open-Access-Initiativen und Digitalisierungs-Projekten (European Digital Library).

Gerald Leitner zu seiner neuen Aufgabe: "Bibliotheken kommt eine Schlüsselrolle in der Gewährung des freien Zugangs zu Information für alle Bürger zu. Österreich muss hier einen Aufholprozess starten. Nationallizenzen ermöglichen in Skandinavien den Benutzern der Öffentlichen Bibliotheken den Zugang zu ansonsten kostenpflichtigen Datenbanken via Internet von Zuhause, davon können Österreichs Forscher, Studenten und Bürger zurzeit nur träumen. Während über die European Digital Library und Google Print die Digitalisierung von Bibliotheksbeständen als Volltexte vorangetrieben wird, sind die Kataloge der großen renommierten österreichischen Universitätsbibliotheken noch immer nicht vollständig in Datenbankformaten zugänglich. Zudem ist Österreich eines der wenigen europäischen Länder ohne Bibliotheksgesetz für die Öffentlichen Bibliotheken. Hier besteht dringender Handlungsbedarf!"

Gerald Leitner ist Germanist und Historiker und seit 1998 Geschäftsführer des Dachverbandes der Öffentlichen Bibliotheken (BVÖ). Zahlreiche Publikationen zum Bibliothekswesen und zur Literatur, u.a.: "Über Österreich zu schreiben ist schwer. Literatur und Politik nach 1945" (Salzburg, Residenz).

Staatspreis für Erwachsenbildung. Bruno-Kreisky-Förderungspreis für das politische Buch.

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