Erfolgreicher Start der neuen GB Stadterneuerung 20

Wien (OTS) - Die 21 Wiener Gebietsbetreuungen wurden im
vergangenen Jahr im Zuge eines europaweiten Verfahrens neu ausgeschrieben. In der Brigittenau nahm das frisch gebackene Team der Gebietsbetreuung Stadterneuerung Anfang Februar seine Arbeit in einem neuen, größeren Lokal auf. Der Standort des Lokals wurde bewusst vom Wallensteinplatz auf den Allerheiligenplatz verlegt, weil die Aufgabenbereiche auf alle Stadterneuerungsgebiete in der Brigittenau - mit dem besonderen Schwerpunkt Grätzel Zwischenbrücken - erweitert wurden. Schon jetzt - also knappe vier Monate nach dem Neustart - hat sich die Gebietsbetreuung bestens etabliert und kann bereits eine erste Erfolgsbilanz vorlegen.****

Das 7-köpfige ExpertInnen-Team unter der Büroleitung von Martin Forstner ist nicht nur eine wichtige Drehscheibe zwischen BürgerInnen, HauseigentümerInnen, der Wirtschaft im Bezirk, verschiedenen Institutionen (wie z.B. dem Bürgerdienst) und der Bezirksvorstehung, sondern bietet auch ein umfassendes Beratungs- und Serviceangebot rund um das Thema Wohnen und die Sanierung von Häusern. Außerdem leistet die Gebietsbetreuung Stadterneuerung 20 wesentliche konzeptuelle Arbeit. So wird der bauliche Zustand aller Wohnhäuser in der Brigittenau - insgesamt sind es rund 1.200 -erfasst und für künftige Maßnahmen aufbereitet, Freiraumkonzepte werden erarbeitet, Nutzungsanalysen (z.B. für den Allerheiligenplatz) erstellt, kulturelle Projekte ins Leben gerufen und die lokale Wirtschaft wird durch Impulse und Erneuerungsinitiativen (z.B. für Geschäftsstraßen) gezielt gefördert.

"Die Gebietsbetreuungen Stadterneuerung sind nicht nur wichtige, bestens vernetzte Anlaufstellen, die den Anrainerinnen und Anrainern mit Rat und Tat zur Seite stehen, sondern sie spielen auch eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung und Verbesserung der Lebens-und Wohnqualität in den Grätzeln", betont Wohnbaustadtrat Michael Ludwig. "Durch das Initiieren und die Begleitung von Partizipationsprozessen werden die Bürgerinnen und Bürger aktiv in die Bezirksarbeit miteingebunden und das harmonische Miteinander wird gefördert ."

"Neben ihrer ursprünglichen Aufgabe - der Entwicklung und Betreuung von Sanierungsmaßnahmen - hat sich die Gebietsbetreuung Stadterneuerung auch immer mehr zu einer Drehscheibe für soziale und kulturelle Aktivitäten in der Brigittenau entwickelt. Dadurch wird auch die Identifikation der Bewohnerinnen und Bewohner mit ihrem Grätzel gestärkt. Die Gebietsbetreuung ist heute aus der kommunalen Arbeit mit den Bürgerinnen und Bürgern nicht mehr wegzudenken", unterstreicht Bezirksvorsteher Karl Lacina.

Eine erste, positive Bilanz

Der neue Standort der Gebietsbetreuung Stadterneuerung hat sich unter der Brigittenauer Bevölkerung rasch herumgesprochen. Mittlerweile wurden mehr als 320 Beratungsgespräche geführt, für zwei Zinshäuser wurden konkrete Sanierungsmaßnahmen ausgearbeitet. Sechs Besitzer von erneuerungsbedürftigen Häusern nahmen das umfassende Informationsangebot der Gebietsbetreuung Stadterneuerung in Anspruch - der erste, wichtige Schritt, um eine Sanierung der Objekte zu erreichen.

Das Team der GB Stadterneuerung 20 unterstützt aber auch engagiert die Mieterinnen und Mieter in Problemhäusern im Bezirk. "Die meisten früheren Problemhäuser konnten in enger Zusammenarbeit mit der Bezirksvorstehung und den zuständigen Stellen der Stadt einem 'Happy End' zugeführt werden und präsentieren sich mittlerweile in bestem Licht. Hauptproblematik bei den noch verbliebenen Häusern ist ihr schlechter, schwer sanierungsbedürftiger Zustand. Wir unterstützen einerseits die Mieterinnen und Mieter bei der Inanspruchnahme ihrer Rechte und vermitteln bei Konflikten, verhandeln andererseits aber auch intensiv mit den Hauseigentümern, um eine Verbesserung oder Lösung der Situation zu erreichen", schildert Gebietsbetreuer Martin Forstner.

Sanierungsoffensive in der Brigittenau

Die Stadt fördert Sanierungen in allen Bezirken Wiens, setzt jedoch auch Schwerpunkte in bestimmten Zielgebieten, die besonders erneuerungsbedürftig sind. So etwa im Bereich des Westgürtels, aber auch entlang des Donaukanals und im Bereich der Waterfront bei der Donau im 20. Bezirk - einem Gebiet, das auch das riesige, künftige Stadtentwicklungsgebiet des Nordwestbahnhofs teilweise miteinschließt. Nachdem das Grätzel Zwischenbrücken an den Nordwestbahnhof angrenzt, wird der Verknüpfung dieses dicht besiedelten Gebiets an den künftigen neuen Stadtteil auf dem Bahnhofsareal besondere Aufmerksamkeit gewidmet und auch dort ein Sanierungsschwerpunkt gelegt.

"Zurzeit sind 19 Objekte mit 2.007 Wohnungen in Sanierung. Die förderbaren Gesamtkosten dafür betragen rund 77 Mio. Euro, die Stadt schießt dabei rund 50 Mio. Euro an Fördermitteln zu. Außerdem unterstützen wir die Sanierungsmaßnahmen mit der Vergabe von günstigen - mit nur einem Prozent verzinsten - Darlehen", erklärt Ludwig. "Zudem laufen die Vorarbeiten für die Sanierung von 27 Wohnhausanlagen mit 1.184 Wohneinheiten. Die geplanten Gesamtkosten dafür belaufen sich auf rund 32 Mio. Euro, die Stadt fördert die Sanierungen mit nicht rückzahlbaren Landeszuschüssen im Gesamtausmaß von rund 18 Mio. Euro, weiters auch in Form von Darlehen", so Ludwig weiter.

Die Wiener Gebietsbetreuungen

Die Gebietsbetreuungen gliedern sich in Gebietsbetreuung Stadterneuerung, Gebietsbetreuung Städtische Wohnhausanlagen sowie die Mobile Gebietsbetreuung. Sie sind eine Serviceeinrichtung der Geschäftsgruppe Wohnen, Wohnbau und Stadterneuerung, die im Auftrag der Magistratsabteilung 25 von privaten Auftragnehmer/innen geführt wird. Die einzelnen Serviceleistungen der Gebietsbetreuungen sind genau auf die Erfordernisse in den Bezirken und Grätzeln abgestimmt. Um diesen Anforderungen noch besser nachkommen zu können, wurde heuer das Budget für alle Wiener Gebietsbetreuungen um ein Drittel aufgestockt - es beträgt jetzt rund 3 Mio. Euro pro Jahr. Parallel dazu wurde die Anzahl der MitarbeiterInnen um ein Viertel erhöht, damit sind rund 80 GebietsbetreuerInnen für die Anliegen der BewohnerInnen da.

o Gebietsbetreuung Stadterneuerung 20 20., Allerheiligenplatz 11, Tel.: 332 22 15 Öffnungszeiten: Mo. bis Mi. von 9 bis 12 und 13 bis 17 Uhr Do. von 13 bis 19 Uhr, Fr. von 9 bis 12 Uhr www.gebietsbetreuung.wien.at/

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