Gahr: "Vertragsausstieg hätte dramatische Konsequenzen für die Gegengeschäfte"

Wien (ÖVP-PK) - "Ein Ausstieg aus dem Eurofighter-Vertrag hätte dramatische Konsequenzen für die Gegengeschäfte", warnt ÖVP-Abg. Hermann Gahr, Mitglied im Eurofighter-Untersuchungsausschuss, und bezieht sich damit unter anderem auf die gestrige Sitzung des Ausschusses: Der Zeuge Walter Stephan vom oberösterreichischen Flugzeugzulieferer und Gegengeschäfts-Profiteur FACC sagte gestern im Ausschuss, würde es jetzt doch noch zu einem Vertragsausstieg kommen, hätte dies sehr wohl Konsequenzen für die Gegengeschäfte. FACC müsste dann die mit der EADS-Tochter Airbus im Zuge der Gegengeschäfte vereinbarten Aufträge in einem anderen Land als Österreich abwickeln, berichtete Gahr heute, Dienstag. ****

Sollte der Vertrag tatsächlich storniert werden, seien auch Arbeitsplätze in Österreich gefährdet, meinte Stephan. Er wollte nicht weiter ins Detail gehen und sprach von einer "sehr unangenehmen Stimmung" auf Grund der Diskussionen rund um den Eurofighter-Vertrag.

Bislang wurden bereits Gegengeschäfte in der Höhe von 888 Millionen Euro anerkannt. Daran sind bislang mehr als 300 Unternehmen beteiligt. Österreich nimmt durch den Eurofighter an einem zentralen Europäischen Entwicklungssystem teil und ermöglichte der österreichischen Wirtschaft wichtige Impulse im Hochtechnologiebereich. Für Unternehmen in der Luftfahrtbranche war das Eurofightergeschäft die Eintrittskarte in den europäischen Hochtechnologiemarkt, so Gahr.

"Vor allem klein- und mittelständische Unternehmen profitieren von den Gegengeschäften, insbesondere als Zulieferer für größere Leitbetriebe. Zudem dienen Gegengeschäfte als Einstieg für neue Kunden, neue Märkte und neue Geschäftsfelder", gibt Gahr zu bedenken und weist auf die Wichtigkeit für die Arbeitsplätze hin: "Jeder Arbeitsplatz, ob in einem Klein-, Mittel- oder Großbetrieb, ist gleich wichtig und sicherlich zu schade für politischen Populismus."

"SPÖ, Grünen und der FPÖ ist das alles egal, sie haben offensichtlich nur das politische Ziel eines Ausstieges vor Augen. Die Konsequenzen daraus haben sie aber nicht durchdacht", warnt Gahr. "Der renommierte Unternehmer Stephan stellte gestern eindeutig klar, wie wichtig die Gegengeschäfte bislang bereits waren, und dass ein Ausstieg dramatische Folgen hätte. Das möge die unselige Koalition aus Grün, Blau und Rot endlich erkennen und zur Kenntnis nehmen. Mit ihrer Verhaltensweise schadet sie dem Land", schloss der ÖVP-Abgeordnete. (Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Pressestelle des ÖVP-Parlamentsklubs
Tel. 01/40110/4432
http://www.oevpklub.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VPK0002