Neues Volksblatt: "Ankündigung" (von Markus Ebert)

Ausgabe vom 22. Mai 2007

Linz (OTS) - Die SPÖ hat zwar zwei Staatssekretärinnen in ihren Regierungsreihen - Heidrun Silhavy und Christa Kranzl -, von denen nur Insider wissen, welchem Ressort sie zugeordnet sind, dafür aber gleich mehrere Minister, die sich um das Ressort "Ankündigung" raufen.
Claudia Schmied kündigt die Gesamtschule an, ohne dass sich eine solche im Regierungsprogramm findet.
Norbert Darabos wurde nicht müde zu verkünden, dass er, ganz an Burgenlands Wirtshaustischen gestählter Kartentippler, im Poker gegen die Eurofighter GmbH das bessere Blatt in Händen habe.
Und Erwin Buchinger verspricht seit Wochen immer wieder, dass er eine Lösung für die Pflegefinanzierung parat habe.
Das blöde am Ressort Ankündigung ist nur, dass es nicht existiert. Das sollte SPÖ-Kanzler Alfred Gusenbauer seinen Mitstreiterin endlich klar machen, denn schließlich sind sie in der Regierung, damit etwas weitergeht. Vielleicht sollte er ihnen zwischendurch die Lektüre des Regierungsprogrammes nahe legen. Dort steht, dass "auf Basis des bisher Erreichten...weitere Verbesserungen...umgesetzt werden" sollen - und nicht bloß "angekündigt".

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