Grillitsch warnt vor Liberalisierung der EU-Agrarpolitik

Treffen der Chefs der Agrarausschüsse der EU-Staaten in Berlin

Berlin/Wien (OTS) - Bauernbundpräsident Fritz Grillitsch hat heute bei einem Treffen der Vorsitzenden der parlamentarischen Agrarausschüsse der EU-Mitgliedsländer in Berlin vor einer weiteren Liberalisierung der EU-Agrarpolitik gewarnt. Grillitsch wies auf die geplante Zwischenbilanz zu den EU-Finanzen 2008/09 hin und sprach sich gegen ein "Aushungern" der Gemeinsamen Agrarpolitik durch die EU-Kommission aus. Eine solche Liberalisierung der EU-Landwirtschaft war zuletzt Thema bei den Verhandlungen in der Welthandelsorganisation (WTO) gewesen.

Die Forderungen der Konferenzteilnehmer in Berlin beinhalten ein Festhalten an der gemeinsamen EU-Agrarpolitik, die Programme für den ländlichen Raum dürfen nicht verwässert werden, wurde betont. Zur Belebung ländlicher Regionen will man noch stärker auf neue Technologien setzen, wie etwa auf die Breitband-Technologie.

"Die Aufforderungen der europäischen Agrarausschuss-Vorsitzenden sind in erster Linie an Agrarkommissarin Mariann Fischer Boel und den derzeitigen EU-Ratsvorsitzenden Horst Seehofer gerichtet, die beide zur selben Zeit einen informellen EU-Agrarministerrat in Mainz abhielten", erklärte Grillitsch.

Einigkeit gab es auch beim Zukunftsthema erneuerbare Energie, berichtetet der Bauernbundpräsident: "Energie aus Biomasse und Biogas muss nicht nur ein wichtiger Bestandteil der künftigen EU-Landwirtschaftsprogramme sein, sondern auch zum großen Anliegen der gesamten Politik werden", sagte Grillitsch.
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