Energie AG: Zurufe von der Côte d’Azur entbehrlich

Frais: "Pühringer und Anschober spielen mit Börsegang Scharinger in die Hände"

Linz (OTS) - Als Provokation bezeichnet SP-Klubobmann Dr. Karl
Frais die öffentliche Stellungnahme von Raika-Boss Scharinger, dass man die Menschen nicht fragen dürfe, ob sie für oder gegen einen Börsegang der Energie AG seien, weil sie von der Börse nichts verstünden "Man gewinnt bei den Scharinger-Aussagen das Gefühl, dass er als potentieller Käufer Pühringer und Anschober Anweisungen erteilt. Das ist einer funktionierenden Demokratie unwürdig. Außerdem vergisst Scharinger völlig, dass die Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher die Haupteigentümer der Energie AG sind und deshalb sehr wohl über die Zukunft unseres Landesversorgungsunternehmens zu entscheiden haben", so Dr. Karl Frais.

Die Antwort auf die Frage, wer von einem allfälligen Börsegang der Energie AG profitieren würde, werde durch Scharingers offene Positionierung pro Börsegang allgemein erkennbar. Dass dieser aber gleichzeitig auch das Institut der Bürgerbefragung unter Bedingungen setzt, weist Frais scharf zurück. "In Oberösterreich muss die Bevölkerung keinen Bankdirektor fragen, bevor sie ihre demokratischen Rechte wahrnehmen darf!"

Erklärungsbedarf sieht Frais hingegen bei den möglichen Folgen eines Börsegangs. "Pühringer und Anschober konnten noch keine Antwort darauf liefern, wie sie den drohenden Einstieg von internationalen Atomstromkonzernen als Folge des Energie AG-Börsegangs verhindern wollen. Oberösterreich läuft damit nicht nur in der Temelin-Frage in eine massive Glaubwürdigkeitsfalle. Auch das langjährige Engagement Oberösterreichs gegen Atomstrom würde dadurch unterminiert", so der SP-Klubchef.

Frais fordert deshalb erneut die Zusammenarbeit der Energie AG mit dem Verbund ein: "Eine Verbund-Kooperation ist nicht nur die Forderung der SPÖ, sondern entspricht auch zahlreichen aufrechten Beschlüssen des Oö. Landtags. Die heimische Wasserkraft würde dadurch gebündelt, gestärkt und gezielt für die Verwendung in Oberösterreich zu leistbaren Preisen gesichert. Das entspricht auch den Wünschen der überwiegenden Mehrheit der Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher."

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SPÖ-Landtagsklub
Mag. Andreas Ortner

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