Lockl: ÖVP und SPÖ haben bei Integration nichts anzubieten

"Luftblase folgt auf Luftblase, die Regierung kaschiert mit zielloser Debatte ihr Versagen"

Wien (OTS) - "Großkoalitionäre Luftblase folgt auf großkoalitionäre Luftblase. Die ÖVP kann noch so oft ‚Integration vor Neuzuzug’ wiederholen, ihre völlige Ahnungslosigkeit beim Thema Integration kann damit nicht kaschiert werden. Und die SPÖ ist auch nicht böse zum Nichtstun verdammt zu sein", erklärte der Bundesparteisekretär der Grünen, Lothar Lockl. Mit der gegenwärtigen Debatte um Zuwanderung ist niemandem geholfen - jedenfalls den EinwanderInnen und ihren Kindern nicht. Sie müssten, so Lockl, trotz jahrelanger Integration weiter die Abschiebung fürchten. Und die ÖsterreicherInnen haben ebenso nichts davon, denn die Regierung tue alles dazu, Ängste zu schüren, aber nichts dazu, ihnen die Angst durch Integrationsmaßnahmen zu nehmen.

"ÖVP wie SPÖ bleiben in Sachen Integration alles schuldig. Sie kümmern sich ja nicht einmal darum, den hier integrierten EinwanderInnen ein dauerhaftes Aufenthaltsrecht zu geben. Im Gegenteil: In Österreich geborene, hier aufgewachsene Kinder und Jugendliche sind von der Abschiebung bedroht. Bestens integrierten BürgerInnen wird das Aufenthaltsrecht versagt. Das ist im besten Falle an der Realität vorbei und im schlimmsten zynisch", erklärte Lockl.

"Die Regierung konnte sich schon im Zuge der Verhandlungen nicht auf eine gemeinsame Integrationslinie einigen, sie wird weiter daran vorbeiarbeiten. Das Ergebnis ist: Familien werden weiter auseinandergerissen werden, Einwandererkinder werden weiter weniger Bildungschancen haben, die Schulen werden weiter keinen adäquaten Unterricht anbieten und ihre Chancen auf Arbeit werden damit ebenso", so Lockl. "Hier geht es um BürgerInnen dieses Landes. EinwanderInnen sind Teil der österreichischen Gesellschaft, nicht erst seit heute, sondern seit fast 40 Jahren. Die Grünen haben daher die Initiative www.dahamisdaham.at ins Leben gerufen, um EinwanderInnen, die in Österreich integriert sind auch die Möglichkeit zu geben, hier zu bleiben."

Rückfragen & Kontakt:

Die Grünen, Tel.: +43-1 40110-6697, presse@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB0001