Gesamtschuldebatte: Verwirrung wurde schon genug gestiftet!

Die Österreichische Schülerunion und die Österreichische Professorenunion fordern Ministerin Schmied auf, endlich im Sinne der Schulpartner aktiv zu werden.

Wien (OTS) - Die von Ministerin Schmied hinter dem Rücken der Schulpartner ausgelöste Diskussion rund um die geplante Einführung einer Gesamtschule hat quer durch Österreich für größte Verunsicherung gesorgt. Die Österreichische Schülerunion und die Österreichische Professorenunion lehnen diese angedrohte Zwangsbeglückung aller Beteiligten ab.

"Ministerin Schmied macht wieder einmal Beteiligte zu Betroffenen. Statt endlich die angekündigte Bildungsoffensive zu starten, experimentiert sie auf dem Rücken der Schülerinnen und Schüler mit Modellen, die bereits jahrelang erprobt wurden und in vielen anderen Ländern zu einer Absenkung des Unterrichtsniveaus geführt haben. Auch wir als Österreichische Schülerunion unterstützen voll und ganz die Initiative von Lehrergewerkschafterin Mag. Eva Scholik, die gemeinsam mit Bundesschulsprecher Matthias Hansy und dem Präsidenten des Katholischen Familienverbandes Johannes Fenz das Wort ergriffen hat.", erklärt Markus Krempl, Bundesobmann der Österreichischen Schülerunion.

"Anstelle der versprochenen zusätzlichen Mittel für kleinere Klassen gibt es nur Wortspenden, mit denen unser ganzes Schulsystem in Misskredit gebracht wird. Als Bankfachfrau sollte Ministerin Schmied wissen, dass Österreichs Wohlstand dank des hohen Bildungsniveaus das weltweite Spitzenfeld erreicht hat. Dieser wirtschaftliche Erfolg muss schnellstens für zusätzliche Investitionen in die Schulen genutzt werden. Die Quelle des Erfolgs zu verschütten, dürfte man sich im Bankwesen wohl nicht leisten", so der Vorsitzende der Österreichischen Professorenunion Mag. Gerhard Riegler.

"Eine stetige Verbesserung des vorhandenen differenzierten Schulsystems ist dringend notwendig. Die derzeit vorhandenen Ressourcen sind zu wenig, um gezielte individuelle Förderung zu betreiben. Wir Schülerinnen und Schüler möchten Reformen sehen, die uns wirklich etwas bringen, z.B. den Ausbau der Politischen Bildung. Vom Parteienstreit über Systemfragen und der angekündigten Bildungsbaustelle profitiert kein einziger Schüler", bemerkt Bundesobmann Markus Krempl.

"Bildung ist der wichtigste Rohstoff Österreichs. Unser Vorsprung darf nicht durch blindwütiges Imitieren ausländischer Schulmodelle aufs Spiel gesetzt werden. Schulentwicklung verdient größte Sorgfalt, mit ihr darf nicht politisch gepokert werden", so ÖPU-Vorsitzender Mag. Gerhard Riegler.

"Die Österreichische Schülerunion und die Österreichische Professorenunion stellen sich ganz hinter die Schulpartner-Initiative ‚Schule-bunt’. Mag. Eva Scholik, Matthias Hansy und Johannes Fenz setzen einen Schritt in die richtige Richtung und machen das, was wir von der Ministerin seit Jänner verlangen: endlich konkrete Maßnahmen zur Verbesserung des funktionierenden differenzierten Schulsystems einzuleiten, anstelle Lehrer, Schüler und Eltern zu Laborratten zu machen", sind sich Riegler und Krempl einig.

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Markus Krempl - 0676 / 888 75 100 - markus.krempl@schuelerunion.at
Mag. Gerhard Riegler - gerhard.riegler@oepu.at

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