Koma-Trinken: Zukunftsperspektiven für Jugendliche sind notwendig!

GPA-DJP-Jugend Wien: Druck in Ausbildung und Arbeit sowie mangelnde Lebensperspektiven als Ursachen oft vergessen

Wien (GPA-DJP/ÖGB) - "Bei den gerade diskutierten Maßnahmen gegen das Koma-Trinken werden die Ursachen wie Leistungsdruck in Ausbildung und Beruf sowie mangelnde Lebensperspektiven von Jugendlichen meist völlig vergessen. Immer mehr junge Menschen kommen mit dem enormen Leistungsdruck in der Schule oder Lehre sowie der angespannten Arbeitsmarktsituation nicht zurecht und flüchten deshalb in den Alkohol", so Peter Pick, Jugendvorsitzender der GPA-DJP Wien.

"All zu oft werden die gesetzlichen Bestimmungen zum Schutz der Jugendlichen gebrochen und einer reinen Profitlogik untergeordnet. Wir benötigen mehr Informationen an den Schulen und ein Umdenken in der Bildungspolitik. Die Schule kann nicht dazu da sein, nur Unternehmenszielen angepasste junge ArbneitnehmerInnen auszubilden, sondern soll Lust auf Wissen, die Fähigkeit zum sozialen Handeln und kritisch hinterfragendes vernetztes Denken vermitteln. Statt ständig neue Verbote zu überlegen, muss die Politik diesen Aspekt des Problems stärker in den Mittelpunkt stellen", so Pick.

"Ein wesentliches Instrument zur Bekämpfung von Koma-Trinken ist die Chance auf gute Jobs, mit entsprechendem Einkommen und die damit verbundene Lebensqualität. Kurz: Eine bessere Arbeitsmarktpolitik, mehr Lehrstellenplätze, gerechte Arbeitsbedingungen und Gehälter", so Pick abschließend.

ÖGB, 21. Mai 2007 Nr. 332

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