Beschäftigungsprognose für Oberösterreich: Mehr Jobs für Frauen, aber keine Chancengleichheit in Sicht!

Linz (OTS) - AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer präsentierte heute eine Studie zur Entwicklung der Frauenbeschäftigung in Oberösterreich bis zum Jahr 2010: Zwei Drittel des Beschäftigungszuwachses werden auf Frauen entfallen - allerdings vorwiegend in Berufen mit geringem Einkommen und schlechten Aufstiegschancen. Die AK fordert daher gezielte Frauenförderprogramme in den Betrieben und geht selbst mit gutem Beispiel voran.

Zwar entstehen in den nächsten drei Jahren mehr Jobs für Frauen, diese aber vorwiegend in "klassischen Frauenjobs". Im Dienstleistungssektor ist mit einem Plus von insgesamt 39.000 Arbeitsplätzen zu rechnen. Das ist das Hauptergebnis der Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts im Auftrag der AK Oberösterreich.

Viele dieser Berufe - Handel, Büro, Pflege, Gesundheitswesen und Gastgewerbe - sind typische Frauenbranchen. Sie werden bis 2010 einen durchschnittlichen Frauenanteil von mehr als 70 Prozent aufweisen. Dazu kommt: In vielen dieser Berufe ist Teilzeitarbeit weit verbreitet. Damit wird auch die Teilzeitquote von Frauen in den nächsten Jahren weiter steigen.

Und auch in der Ausbildung ist kein Ende der Geschlechterrollen in Sicht. 2010 werden nur knapp 11 Prozent der Bildungsabgänger/-in-nen aus technischen Ausbildungen Frauen sein.

Für AK-Präsident Kalliauer ist klar: "Die anhaltende Geschlechtertrennung auf dem Arbeitsmarkt nach Branchen, Berufen, Arbeitszeiten und Hierarchien ist nicht nur unfair. Sie wird auch immer mehr zum Bremsklotz für die wirtschaftliche Entwicklung!" Was Oberösterreich braucht, sind wirksame Maßnahmen zur Chancengleichheit: zum Beispiel die Vergabe öffentlicher Aufträge nur an Betriebe mit Aktivitäten zur Gleichstellung oder gezielte Frauenförderprogramme in den einzelnen Unternehmen.

Die Arbeiterkammer Oberösterreich will hier mit gutem Beispiel vorangehen und hat sich selbst gerade ein internes Frauenförderprogramm verordnet. Das Ziel: gleich viel Frauen wie Männer in Führungspositionen. Innerhalb der nächsten zehn Jahre wird die Hälfte der ausscheidenden männlichen Führungskräfte mit Frauen nachbesetzt. Kalliauer: "Dann wird sich der bereits sehr hohe Anteil an weiblichen Beschäftigten von derzeit immerhin 67 Prozent auch auf der Führungsebene der AK Oberösterreich widerspiegeln."

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