CEE-Töchter der Generali Österreich sollen verkauft werden

GPA-DJP erhebt Einspruch bei der staatlichen Wirtschaftskommission

Wien (GPA-DJP) - Die Generali Österreich plant, alle Töchter in Zentral- und Osteuropa (CEE) in ein Joint Venture mit einer tschechischen Versicherung einzubringen. Der Generali-Betriebsrat und die Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-DJP) befürchten dadurch abermals negative Auswirkungen auf die Arbeitsplätze in Österreich. Noch heute findet dazu eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung in der Generali Holding Vienna statt. ++++

Der Generali-Betriebsrat hat wegen der vorliegenden Pläne mit Unterstützung der GPA-DJP bereits Anfang Mai an den Versicherungsverband die Forderung nach Einsetzung einer Branchenschlichtungskommission gerichtet. Der Versicherungsverband ist dieser Forderung jedoch nicht nachgekommen. Der Betriebsrat hat daraufhin die GPA-DJP beauftragt, einen Einspruch bei der staatlichen Wirtschaftskommission zu erheben. Die Kommission hat die nach Ansicht von Gewerkschaft und Betriebsrat negativen Auswirkungen der Generali-Entscheidung auf die Arbeitsplatzsicherheit in Österreich zu prüfen und kann dazu Gutachten erstellen.

Peter Sima, Konzernbetriebsratsvorsitzender der Generali-Gruppe in Österreich, erwartet vom Vorstand klare Aussagen über die Zukunft und entsprechende Perspektiven für die Belegschaft durch eine Erweiterung des bestehenden, bis 2008 geltenden, Beschäftigungsschutzes bis zum Jahr 2011.

Auf Ersuchen der ArbeitnehmerInnenvertreter im Aufsichtsrat der Generali Holding Vienna findet heute nachmittag eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung statt, in der detaillierte Informationen zu den geplanten Schritten erwartet werden. "Veränderungen im Konzern sollen nicht nur zu Lasten der Beschäftigten in Österreich umgesetzt werden. Der Betriebsrat der Generali kann mit unserer vollen Unterstützung rechnen ", so der stellvertretende Bundesgeschäftsführer der GPA-DJP, Karl Proyer.

ÖGB, 18. Mai 2007 Nr. 329

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