Industrie gegen "Verwässerung" der Pensionsreform

IV-Vize-Generalsekretär Koren zu Migration: Hausgemachte Wachstumsbremsen schnellstmöglich beseitigen - Industrie verfolgt breiten Ansatz

Wien (OTS) - (PdI) Gegen etwaige "Verwässerungen" der Pensionsreform spricht sich die Industriellenvereinigung (IV) aus. Dies wäre angesichts der in Österreich niedrigsten Beschäftigungsquote der 55- bis 64-Jährigen in ganz Europa "ein falsches Signal", so IV-Vize-Generalsekretär Mag. Peter Koren heute, Freitag. Wesentlich sei aus Sicht der IV die im Regierungsprogramm vorgesehene Inangriffnahme des "fehlenden Teils der Pensionsreform" bei den Invaliditätspensionen. Angesichts der weiter steigenden Lebenserwartung sollte der Nachhaltigkeitsfaktor hier automatisch Einfluss auf die Pensionsanpassung und andere Größen haben. "Schritte zurück sollte es jedenfalls im Interesse der fairen langfristigen Sicherung unseres Sozialsystems für kommende Generationen nicht geben", so Koren.

Zur aktuellen Migrations- und Integrationsdiskussion sagte Koren, selbstverständlich versuche die Industrie, möglichst viele der benötigten Fachkräfte selber auszubilden. Man müsse das inländische Potenzial bestmöglich nutzen. So sei die Zahl der Lehrlinge von April 2006 auf April 2007 um fast 4.000 gestiegen. Im kürzlich vorgestellten umfassenden Positionspapier habe die IV Vorschläge für eine zukunftsweisende Migrations- und Integrationspolitik erarbeitet. Eine vernünftige Integrationspolitik sei eine gesellschaftspolitische Verpflichtung. "Wir müssen hausgemachte Wachstumsbremsen schnellstmöglich beseitigen. Deswegen müssen qualifizierte Personen motiviert werden, nach Österreich zu kommen. Unser Ziel ist es, durch eine intelligente Migrationspolitik das Entstehen von sozialen Problemen zu vermeiden und vielmehr die qualifiziertesten Köpfe für Österreich zu gewinnen", betonte der IV-Vize-Generalsekretär.

Die Industrie verfolge einen breiten Ansatz. "Denn Österreich war und ist ein Zuwanderungsland, und das hat viele Vorteile für Wirtschaft und Gesellschaft gebracht", sagte Koren. Durch Abschottung die Interessen von Arbeitnehmern in Österreich schützen zu wollen, sei der falsche Weg. Die Industrie brauche die sektorale Öffnung bei den Arbeitsmarkt-Übergangsfristen gegenüber den 2004 beigetretenen EU-Mitgliedstaaten. 2009 sei die vollständige Öffnung des heimischen Arbeitsmarktes zu erwarten. "Daher müssen wir uns auf diese Öffnung vorbereiten."

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