Am Start: "Sozialraumorientierte und Klinische Soziale Arbeit"

Wien (OTS) - Ab Herbst 2007 startet das berufsbegleitende Master-Studium "Sozialraumorientierte und Klinische Soziale Arbeit" an der FH Campus Wien. Die Vertiefungsrichtungen sind österreichweit einmalig. Soziale Bedürfnisse in neue "sozialräumliche Bahnen" zu lenken und den sozialen Hintergrund von gesundheitlichen Problemen zu berücksichtigen, darum geht es. Das Studium dauert vier Semester.

Neben der Spezialisierung in den wahlweisen Vertiefungsrichtungen "Klinische Soziale Arbeit" und "Sozialraumorientierung" machen Forschung und Entwicklung, Qualitätssicherung, Methodik und Sozialethik die übergreifenden Studieninhalte aus. Das Aufnahmeverfahren findet im Juni statt. Die Anmeldung ist bis zum 31. Mai möglich. Eingeladen sind ausgebildete SozialarbeiterInnen oder AbsolventInnen anderer, mindestens 3 jähriger Studienrichtungen.

"Soziales Wohlbefinden": dritte Säule der Gesundheit

"Klinische Soziale Arbeit" ist eine international anerkannte Spezialdisziplin. Ab Herbst wird mit der Vertiefungsrichtung "Klinische Soziale Arbeit" österreichweit erstmals eine entsprechende akademische Ausbildung angeboten. Sie setzt sich mit krankheitsbedingten sozialen Folgeerscheinungen bzw. deren Vorbeugung auseinander. Thema sind auch "non compliance" bzw. "hard to reach" KlientInnen/PatientInnen: schwer erreichbar ("hard to reach") können etwa MigrantInnen mit Sprachbarrieren sein. "Hard to reach" sind auch KlientInnen, die nicht ausreichend motiviert sind, - benötigte -Hilfe in Anspruch zu nehmen. Ein Grund dafür kann in schlechter sozialer Einbindung liegen. Die World Health Organisation (WHO) definiert neben dem körperlichen und psychischen ausdrücklich das soziale Wohlbefinden als die dritte Säule der Gesundheit. Darauf bezieht sich die klinische Soziale Arbeit.

"Sozialraumorientierung": Launch von innovativen sozialräumlichen Projekten

Wohlfahrtsstaatliche Systeme und Sozialpolitik stehen vor sich rasant ändernden Herausforderungen: von der Alterspyramide mit der Folge der Jugend- und Altersarbeitslosigkeit bis zur Migration und Stadtentwicklung. "Die Vertiefungsrichtung 'Sozialraumorientierung' vermittelt die Fähigkeit zur Analyse von sozialen Problemstellungen in ihren politischen, rechtlichen und sozialstrukturellen Zusammenhängen. Nur wer vernetzt und planmäßig handelt, findet bedarfsgerechte Gesamt- Lösungen," so Heinz Wilfing, Studiengangsleiter. Es geht darum, neue impulsgebende Angebote für das soziale Netzwerk entwickeln zu können: etwa sozioökonomische Betriebe, Berufsintegrationseinrichtungen, offene Kinder- und Jugendbetreuungseinrichtungen, bewohnerInnenorientierte Stadtentwicklung zu planen und zu realisieren.

Internationale Vergleichbarkeit des Masters

AbsolventInnen wird der akademische Grad "Master of Arts in Social Sciences" (MA) verliehen, der einem Universitätsabschluss gleichwertig ist und den "Bologna-Anspruch" der internationalen Vergleichbarkeit erfüllt. Auf dem Master aufbauend kann ein Doktorratsstudium an einer Universität begonnen werden.

Mehr Informationen zum Master-Studium "Sozialraumorientierte und Klinische Soziale Arbeit"und zur FH Campus Wien auf www.fh-campuswien.ac.at

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Mag.a Sonja Wallner
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