WKNÖ Präsidentin Zwazl verteidigt Lehrbetriebe

Zwazl: "Kritik geht in die völlig falsche Richtung"

St. Pölten (OTS) - Die Präsidentin der Wirtschaftskammer Niederösterreich (WKNÖ) Sonja Zwazl, erteilte heute den Aussagen von ÖAAB - Generalsekretär Walter Amon, die Wirtschaft würde zu wenig Fachkräfte ausbilden, eine klare Absage. Nur Kritik sei auf Dauer zuwenig, um das Problem zu lösen. Allein an der Entwicklung der Lehrlingsausbildung sei deutlich abzulesen, dass die Wirtschaft ihre Verantwortung sehr erst nehme, so Zwazl.

"Es kann doch nicht sein, dass beispielsweise Universitätsprofessoren sehr oft jährlich um eine Verlängerung für ihre Aufenthaltsgenehmigung ansuchen müssen. Und das teilweise unter sehr unfreundlichen Bedingungen", so Zwazl verärgert über die gängige Praxis. "Und das bei Fachkräften mit Know-How, das wir dringend brauchen. Der heimischen Wirtschaft vorzuwerfen, dass sie nichts gegen den Mangel an Facharbeitern tut, ist Kritik in die völlig falsche Richtung."

Lehrlinge müssen aufgewertet werden
"Tatsache ist, dass dem Staat ein Lehrling noch immer nicht soviel wert ist wie ein Schüler und ich finde es empörend, dass jetzt so getan wird, als ob die Wirtschaft von den staatlichen Zuwendungen profitieren würde", kontert Zwazl den Aussagen des ÖAAB -Generalsekretärs. Zwazl fordert die Regierung auf, mehr Geld für die Lehrlingsausbildung zu Verfügung zu stellen. Derzeit bezahlen die niederösterreichischen Unternehmen für die durchschnittlich 10-wöchige Berufsschulzeit der 19.071 Lehrlinge über 30 Mio. Euro. Geld, das der Staat zuschießen sollte, so die Präsidentin der WKNÖ.

Der Kostenschwerpunkt liege bei der Ausbildung noch immer bei den Unternehmen. Es sei besser, Jugendlichen eine gute Vorbereitung auf die Berufswahl zu ermöglichen als die Wirtschaft unnötig an den Pranger zu stellen, ergänzt Zwazl.

Die Zahlen der Lehrlinge, die in Niederösterreich ausgebildet werden, steigen kontinuierlich an. Allein 2006 gab es 19.071 blau-gelbe Lehrlinge, um 3,2 Prozent mehr als im Jahr davor. Und auch die Entwicklung der Lehrbetriebe kann sich sehen lassen: 2006 haben 5.892 Betriebe in Niederösterreich Lehrlinge ausgebildet. Ein sattes Plus von 3 Prozent gegenüber 2005.

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