Fußball versus Herberstein - BZÖ: Staatsanwaltschaft auf einem Auge blind?

Während Kartnig in U-Haft sitzt, gibt es bei Herberstein noch nicht einmal eine Anklagerhebung

Wien 2007-05-18 (OTS) - "Die Vorgänge innerhalb der Grazer Staatsanwaltschaft sind für einen Normalbürger vollkommen unverständlich und gehören einer sofortigen Kontrolle durch das Justizministerium unterzogen. Wenn man die Entwicklungen rund um Ex-Sturm Präsidenten Hannes Kartnig mit jenen um den größten Förderskandal in der Geschichte der Steiermark, nämlich dem Tierpark Herberstein gegenüberstellt, wird es augenscheinlich, dass innerhalb der Staatsanwaltschaft Graz scheinbar mit zweierlei Maß gemessen wird. Das BZÖ steht sicherlich nicht im Verdacht die Pflichtverteidigung von Hannes Kartnig übernehmen zu wollen, ganz im Gegenteil. Gerade das BZÖ hat vor einem Jahr die steirische Landesregierung vor einer Haftungsübernahme und damit vor der Vernichtung von Steuergeld eindringlich gewarnt. Aber es ist doch mehr als kurios und kann sich um keinen Zufall handeln, dass bei zwei ähnlichen Ermittlungsfällen mit ähnlichen Verdachtsmomenten es zwar im Fall Kartnig zu einer überfallsartigen Verhängung der U-Haft kommt, aber im Fall Herberstein derselbe Staatsanwalt bis heute weder eine Anklageerhebung noch eine U-Haft oder dergleichen verhängt hat", so der steirische BZÖ-Chef und Generalsekretär Gerald Grosz am Freitag in Graz.

"Wir werden daher an Justizministerin Berger eine umfassende parlamentarische Anfrage zu dieser augescheinlichen Doppelbödigkeit der Grazer Staatsanwaltschaft einbringen. Nicht nur in diesem Fall wir mit zweierlei Maß gemessen, sondern auch schon in der Vergangenheit wurde sichtbar, dass die Grazer Staatsanwaltschaft scheinbar auf einem Auge blind ist", so der steirische BZÖ-Chef Grosz abschließend.

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