Komatrinken - GROSZ: Endlich Nägel mit Köpfen machen

BZÖ-Maßnahmenpaket gegen Erscheinungen des Komatrinkens umsetzen

Wien 2007-05-18 (OTS) - "Nach den Ereignissen der letzten Tage ist jedes weitere politische Herumlavieren verantwortungslos. Nachdem SPÖ und ÖVP sich in einer wahren Olympiade an absurden Ideen gegen das Komatrinken ergehen, ist es jetzt höchste Zeit, Nägel mit Köpfen zu machen. Jeder weitere Tag, an dem diese Bundesregierung nur zuschaut und kommentiert, anstatt zu handeln ist ein verlorener Tag für die Zukunft unserer Jugend. Die gegenseitigen Schuldzuweisungen der verantwortlichen Politiker, garniert mit nicht umsetzbaren Forderungen einiger profilierungsneurotischer Politiker von SPÖ und ÖVP schaden einer vernünftigen Lösung im Interesse des Jugendschutzes. Langsam habe ich den Verdacht, dass Gesundheitsministerin Kdolsky nur deswegen untätig zuschaut, um bei weiterer Eskalierung der Situation mit polizeistaatlichen Methoden endlich ihre übliche Verbotspolitik umsetzen kann. Kdolsky wird anscheinend in ihrer eigen Partei ÖVP schon als so überfordert und untätig angesehen, dass ihr eigentlich nicht zuständiger Kollege Minister bartenstein aktiv werden muss, um die Situation für die ÖVP zu retten. Das BZÖ hat im Gegensatz zur untätigen gesundheitsministerin bereits ein 7 Punkte Paket präsentiert, dass umgehend im Interesse eines effektiven Jugendschutzes umsetzbar ist", so BZÖ-Generalsekretär Gerald Grosz.

Erster Schritt müsse die sofortige Vereinheitlichung der neun unterschiedlichen Jugendschutzgesetze auf hohem Niveau sein, sowie die Senkung des Steuersatzes bei antialkoholischen Getränken. Eine weitere notwendige Sofortmaßnahme sei eine umfassende Aufklärungs-und Sensibilisierungskampagne für Jugendlich aber vor allem auch für Eltern sein.

"Es ist erschütternd und ein weiteres Zeichen für die Wohlstandsverwahrlosung, dass sich Kinder zwischen 12 und 16 Jahren in die Bewusstlosigkeit saufen und damit ihr Leben aufs Spiel setzen. Hier kann nicht nur der Staat in die Verantwortung genommen werden, sondern es muss mehr Eigenverantwortung der Erziehungsberechtigten geben", so der BZÖ-Generalsekretär.

Ein einheitlicher Jugendpersonalausweis mit Chipkartenfunktion für 12 - 18-jährige - analog zum derzeitig gültigen Personalausweis - soll Kontrollen seitens der Gastronomie, der Tankstellen und der Supermarktketten erleichtern. "Wir können nicht den Unternehmer allein dafür verantwortlich machen, wenn der Staat bis heute keine konkreten und einheitlichen Kontrollmechanismen geschaffen hat. Der Jugendpersonalausweis mit Chipkarte sollte alle bisherigen Ausweise wie beispielsweise fälschungsanfällige Schüler- und Lehrlingsausweise ersetzen und damit auch Freifahrten, Jugendermäßigungen, Jugendtaxis, Kulturangebot etc. regeln. "Das BZÖ fordert auch die sofortige Einberufung eines "Runden Tisches" unter Einbeziehung von Experten, Medizinern, Jugendorganisationen, der Exekutive, Elternvertretern und Vertretern der Parteien, um hier gemeinsam notwendige Maßnahmen, fern jeder Panikmache, Hysterie und Verbotspolitik, im Interesse unserer Kinder zu erarbeiten und zu beschließen", so Grosz abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Bündnis Zukunft Österreich (BZÖ)

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | BZO0002