Lunacek: Rücktritt von Wolfowitz gutes Signal für Kampf gegen Korruption

Grüne fordern Ende der "Erbrechte" von USA und EU bei Bestellung der Direktoren von Weltbank und Währungsfonds

Wien (OTS) - "Der Rücktritt von Paul Wolfowitz ist ein gutes
Signal für den Kampf gegen die Korruption, den sich die Weltbank und auch der Direktor selbst in den letzten Jahren auf die Fahnen geschrieben haben," erklärt Ulrike Lunacek, Außenpolitik-Sprecherin der Grünen.
Die Glaubwürdigkeit der Weltbank in Sachen Korruptions- und Vetternwirtschafts-Bekämpfung habe durch die Affäre um Wolfowitz' persönlichen Einsatz für die Beförderung seiner Lebensgefährtin großen Schaden gelitten, betont Lunacek. "Es musse nun endlich möglich sein, dass sich die EU und die USA auf ein transparentes und demokratisches System zur Bestellung der DirektorInnen von Weltbank und Internationalem Währungsfonds einigen", fordert Lunacek. Die bisherigen "Erbrechte" (USA-Weltbank und EU-IWF) seien obsolet; rein politische Ernennungen, wie das bei Wolfowitz eindeutig der Fall war, entsprechen nicht den Anforderungen modernen Managements, das die Weltbank ja auch gegenüber den Entwicklungsländern einfordert.

"Ich hoffe, dass ich auf meine Mitte April eingebrachte parlamentarische Anfrage an Finanzminister Molterer, welche Position Österreich in unserer Stimmrechtsgruppe vertreten hat, eine eindeutige Antwort bekomme - nämlich die, dass auch Österreich sich für Wolfowitz' Rücktritt eingesetzt hat," so Lunacek abschließend.

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