Lunacek: Akzeptanz und Respekt für Lesben und Schwule am "IDAHO"-Tag

Grüne fordern anlässlich des Internationalen Tages gegen Homophobie eine Anti-Homophobie Kampagne

Wien (OTS) - "Anlässlich des am morgigen 17. Mai stattfindenden "IDAHO"-Tages ("Internationaler Tag gegen Homophobie") sollten die vielfältigen Diskriminierungen von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender viel mehr politische und öffentliche Aufmerksamkeit finden," stellt Ulrike Lunacek, offen lesbisch lebende NR-Abgeordnete der Grünen, fest. "Dabei ist das Thema national und international sehr brisant, denn die Bandbreite reicht von rechtlichen Benachteiligungen über Nicht-Wahrnehmung vor allem von Lesben bis hin zu homophoben Gewalttaten. Auch staatliche Gewalt nimmt viele Formen an, von rechtlicher Diskriminierung bis hin zu Gefängnisstrafen und sogar Todesstrafe für Homosexualität - letzteres ist in neun Staaten, darunter Iran, immer noch praktiziertes Gesetz," erklärt
Lunacek, die auch Vorsitzende der Europäischen Grünen Partei (EGP) ist.

Der Internationale Tag gegen Homophobie wird weltweit, u.a. unterstützt vom Europäischen Parlament, am 17.5. gefeiert, da am 17.5.1990 die WHO Homosexualität aus ihrem Krankenregister gestrichen hat. Die Grünen bekräftigen anlässlich dieses Tages ihre Forderungen u.a. nach einem umfassenden Antidiskriminierungsgesetz, nach einem Zivilpakt "Zip" und nach Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare.

"Die Selbstmordrate unter homosexuellen Jugendlichen ist drastisch höher als unter heterosexuellen. Dies zeigt, dass Maßnahmen von politischer Seite gefordert sind. So müssen die Beratungsstellen für Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender finanziell stärker gefördert werden, Aufklärung über lesbische, schwule, bisexuelle und transgender Lebensweisen an Schulen und in Jugendzentren muss umfassend statt finden und nicht zuletzt ist die Regierung aufgefordert eine breit angelegte Anti-Homophobie und Anti-Transphobie Kampagne zu initiieren und zu finanzieren", schließt Lunacek.

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