Küberl zu Asyl für Familie Sharifi: "Gut, dass das zermürbende Warten ein Ende hat"

Caritas-Präsident:"Nicht jeder kann Asyl bekommen, aber jeder hat Anrecht auf faires und rasches Verfahren"

Wien (OTS) - "Schön, dass für diese Familie das jahrelange, zermürbende Warten ein Ende hat und das Asylverfahren endlich abgeschlossen wurde", kommentiert Caritas-Präsident Franz Küberl Medienberichte, denen zufolge die iranische Familie Sharifi nun nach über sechs Jahren in Österreich Asyl erhalten habe. Die mittlerweile 14-jährige Tochter ist in Leoben voll integriert, auch die Bevölkerung hatte sich für die Familie eingesetzt.

Jenseits der medialen Scheinwerfer hingen freilich weiterhin tausende Menschen in der Luft, plädiert der Caritas-Präsident bei den Asylverfahren für "mehr Tempo, aber mit Qualität". Es könne zwar nicht jeder in Österreich Asyl erhalten, aber jeder hätte Anrecht auf ein faires, rasches und qualitätsvolles Verfahren. Derzeit hingen 29.000 Asylsuchende in der zweiten Instanz in der Warteschleife.

In diesem Zusammenhang fordert Küberl erneut ein humanitäres Bleiberecht für gut integrierte Familien, die bereits fünf Jahre und länger im Lande seien: "Hier sind die Landeshauptleute und der Innenminister gefordert."

Rückfragen & Kontakt:

Caritas Österreich
Mag.Silke Ruprechtsberger
Tel.: (++43-1) 48831/417 od. 0664/82 66 909

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | OCZ0001