Nationalratspräsidentin Prammer bei Voest-Lehrlingen

Gewerkschaftsjugend fordert mehr Mitbestimmung in Betrieben

Linz (ÖGJ/ÖGB) - "Mit der Einführung des Wahlrechts ab 16 können Jugendliche ihre Zukunft selbst mitbestimmen", sind sich die Präsidentin des Nationalrats, Barbara Prammer, und der Vorsitzende der Österreichischen Gewerkschaftsjugend (ÖGJ), Jürgen Michlmayr, einig. Prammer diskutierte heute, Dienstag, mit voestalpine-Lehrlingen und JugendvertrauensrätInnen in Linz. ++++

Prammer bezeichnete die Senkung des Wahlalters als Kernstück des kürzlich beschlossenen Wahlrechtspakets: "Damit gibt es in Zukunft nicht nur mehr Möglichkeiten für die Jugend mitzubestimmen, sondern es wird auch mehr Stimmen der Jugend in den gesetzgebenden Körperschaften geben. Bei Themen, die ihre Zukunft betreffen, sollen Jugendliche selbst mitbestimmen können."

Michlmayr betonte die wichtige Rolle der JugendvertrauensrätInnen für die Vertretung der Interessen der jungen ArbeitnehmerInnen in den Betrieben. Nun sei eine Ausweitung der Mitbestimmungsrechte notwendig. Immer mehr Jugendliche treten nicht mit Beendigung des Pflichtschulalters in die Lehre ein, sondern erst, nachdem sie einige Jahre eine weiterbildende Schule oder einen anderen Ausbildungszweig besucht haben. "Deshalb müssen alle Lehrlinge das Recht erhalten, die - für sie ja zuständigen - JugendvertrauensrätInnen zu wählen., egal wie alt sie sind. Wahlberechtigt müssen außerdem alle ArbeitnehmerInnen unter 21 Jahren werden", fordert Michlmayr. Außerdem sollte der Zeitraum der Bildungsfreistellung ausgeweitet werden, und auch der Kündigungsschutz nach Ablauf der Funktionsperiode müsse verlängert werden. (fk)

ÖGB, 15. Mai 2007 Nr. 319

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