Bures beim EU-GleichstellungsministerInnen-Treffen: Wirtschaft in die Pflicht nehmen (Gesperrt bis 17:30 Uhr)

Bad Pyrmont (OTS) - Frauenministerin Doris Bures nimmt heute und morgen am informellen Treffen der Gleichstellungs- und FamilienministerInnen der EU im deutschen Bad Pyrmont teil. Im Mittelpunkt des Treffens stehen die Förderung der Chancengleichheit von Frauen und Männern in der Erwerbs- und Familienarbeit. "Mein Ziel ist die Erhöhung der Frauenerwerbsquote um drei Prozent", erklärte Bures in ihrem Statement zum Thema "Allianzen mit der Wirtschaft". Um mehr Frauen in Beschäftigung zu bringen, müsse auch die Wirtschaft in die Pflicht genommen werden - denn diese profitiere schließlich von einem höheren Erwerbspotential.

"Die Wirtschaft muss stärker für Vereinbarkeit von Beruf und Familie sorgen", so Bures. Denn die Wirtschaft habe auch ein starkes Interesse daran, das Erwerbspotential der Frauen auszuschöpfen und es den Arbeitnehmerinnen zu ermöglichen, eine Familie zu gründen, ohne auf Karrierechancen verzichten zu müssen.

Die Verbesserung und der Ausbau von Angeboten der Kinderbetreuung, die ja mehrheitlich noch als weibliche Domäne angesehen werde, ist für Bures einer der wesentlichen Faktoren auf dem Weg zu einer höheren Erwerbsbeteiligung von Frauen und damit zur Gleichstellung der Geschlechter. "Nur wenn sich die Wirtschaft ihrer Verantwortung gegenüber Frauen bewusst wird, kann es gelingen, dass Frauen gleichberechtigt am Erwerbsleben teilhaben", so Bures.

Den immer größer werdenden Anforderungen an die Arbeitnehmerinnen, was etwa Flexibilität bei der Arbeitszeit betrifft, müssten konkrete Angebote von der Wirtschaft gegenüberstehen. Für die Ministerin ist etwa die Schaffung von Betriebskindergärten ein positives Beispiel. Es sei auch volkswirtschaftlich nicht vertretbar, Frauen einerseits gut auszubilden, sie aber dann nicht in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Im Übrigen ist Bures überzeugt, dass es sich die Wirtschaft nicht leisten kann, auf das Potenzial von Frauen zu verzichten.

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