Vor Wiener Shakespeare-Premiere: Peter Zadek im Krankenhaus

Wien (OTS) - Der Regisseur Peter Zadek, 80, der am 17. Juni bei
den Wiener Festwochen Shakespeares "Was ihr wollt" herausbringen soll, liegt in der internen Abteilung eines deutschen Krankenhauses. Das meldet NEWS in seiner morgen erscheinenden Ausgabe. Zadeks Produktionspartner Tom Stromberg bestätigt gesundheitliche Probleme, bestreitet aber in Wien umgehende Gerüchte, die Aufführung sei am Wanken.

Stromberg macht gegenüber NEWS die Aufregungen den Europäischen Theaterpreis für die Erkrankung verantwortlich: Das Preisgeld, das in die Shakespeare-Produktion investiert werden sollte, wurde Zadek aberkannt, weil er nicht persönlich nach Thessaloniki reisen konnte. Stromberg: "Zadek ist krank, und die Spitalsrechnung schicken wir nach Thessaloniki. Die Schauspieler proben derzeit ohne ihn. Wir sehen noch keinen Grund zur Panik und hoffen, dass Peter Zadek in eineinhalb Wochen, zu den Schlussproben in Wien, wieder auf der Matte ist." Es gebe Angebote von Kollegen, "auch sehr renommierten," die Schauspieler für einige Zeit zu coachen. "Außerdem hat Zadek die Fassung erstellt und schon einen großen Teil geprobt, und Schauspieler dieses Kalibers sind durchaus in der Lage, eine Zeitlang ohne Regisseur auszukommen."

Zadek selbst zeigte sich kurz vor der Erkrankung gegenüber NEWS von der Arbeit begeistert, vor allem von der Form des freien Produzierens: "Der alte Fuchs hat mich wieder ganz gefangen genommen. Shakespeares Humor und Erotik, seine Verwicklungen und Abgründe bekommen endlich Fleisch! Das hier ist der spannende Versuch, eine Produktionsform möglich zu machen, bei der ich mich bestmöglich auf die künstlerische Arbeit konzentrieren kann. Da will ich mir nichts vorschreiben lassen von irgendwelchen Apparaten! Mein ganzes Leben bisher habe ich mich immer wieder für diese Gruppenbildungen von Schauspielern interessiert, mit denen ich unabhängig von festen Theatern arbeiten kann. Kein Theater der Welt hätte mir so ein Ensemble zusammenstellen können!"

Zadek zur möglichen Rückkehr ans Burgtheater unter Bachlers Nachfolger: "Am Burgtheater hab ich immer gern gearbeitet. Ob die Zusammenarbeit weitergehen wird, weiß ich nicht. Das hängt von vielen Dingen ab, die jetzt noch nicht geklärt werden können."

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