Neugebauer: Gesamtschule ist kein Allheilmittel

Einsicht der Grünen grundsätzlich positiv – konkrete Konzepte fehlen aber

Wien, 15. Mai 2007 (ÖVP-PK) Als „grundsätzlich positiv“ bewertet ÖVP-Bildungssprecher Fritz Neugebauer die Einsicht seitens der Grünen, wonach die Gesamtschule/gemeinsame Schule kein Allheilmittel ist und die Vorstellungen von Bildungsministerin Schmied mehr als schwammig sind. „Allerdings haben auch die Grünen kein konkretes Konzept auf den Tisch gelegt – erwartungsgemäß sind auch die Finanzierungsvorschläge sehr vage“, so Neugebauer. Weiters kritisiert der ÖVP-Bildungssprecher, dass die Grünen weiterhin sämtliche internationale Vergleichsstudien wie bspw. von der WHO, EAG, TIMMS, PEARLS etc. ignorieren. ****

„Die Bildungslandschaft besteht außerdem nicht nur aus Finnland“, so Neugebauer weiter. „Keine empirische Forschung attestiert dem finnischen Bildungssystem oder einem anderen Gesamtschulmodell generell bessere Wirksamkeit oder eine bessere Pädagogik“, sagt Neugebauer. Ganz zu schweigen auch von der Jugendarbeitslosigkeit in Finnland. „Man kann kein Schulsystem eines anderen Landes einfach übernehmen. Jedes Land hat andere Voraussetzungen und Bedingungen, die sich in den Schulmodellen widerspiegeln“, betont der ÖVP-Bildungssprecher.

„Die ÖVP steht für ein differenziertes Schulsystem, das sich zu Qualität, Vielfalt und Leistung bekennt“, betont Neugebauer. Die von den Grünen eingeforderte Chancengleichheit unabhängig von der Herkunft kann nur durch Differenzierung nach Leistung geschaffen werden. Gesamtschulen sind nicht besser geeignet, herkunftsbedingte Unterschiede bei schulischen Leistungen auszugleichen. „Es gibt keine ‚Gesamtschüler’ – warum sollte eine ‚Gesamtschule’ funktionieren? Unser Schulsystem ermöglicht es, den unterschiedlichen Interessen und Begabungen der Schülerinnen und Schüler gerecht zu werden.“ Es zeigt sich im internationalen Vergleich, dass der Grundstein des Erfolgs in der Differenzierung liegt, schließt Neugebauer.

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