Weinzinger fordert verbindliche Frauenquoten an Universitäten und Fachhochschulen

Universitäre Gleichstellungspolitik ohne Quoten hat versagt

Wien (OTS) - "Wir erwarten ein klares Eintreten für Quoten von Frauenministerin Doris Bures und fordern Wissenschaftsminister Johannes Hahn auf, nicht in einem Reflex Quoten von Frauen abzulehnen und sich dadurch auf die Seite der Männerseilschaften zu stellen. Denn Exzellenz und Quote gehören zusammen. Regelmäßig auf bestqualifizierte Frauen zu verzichten, wirkt sich mit Sicherheit negativ auf die Qualität aus", reagiert Brigid Weinzinger, Frauensprecherin der Grünen, auf die Aussage von Bundesminister Hahn, wonach sich Exzellenz und Quote ausschließen würden. Anders als an renommierten US-amerikanischen Universitäten gibt es Österreichweit noch keine einzige Universität mit einer Rektorin an der Spitze. Auch an den Fachhochschulen ist die Situation nicht besser, denn auch dort gibt es unter den elf Rektoren - auch Kollegiumsleiter genannt -keine einzige Frau. Beschämend niedrig ist auch der Anteil der weiblichen Professorinnen an den Universitäten mit derzeit 14 Prozent.

"Eine Bindung der Leistungsvereinbarungen an eine verbindliche Frauenquote an allen Universitäten und Fachhochschulen ist daher dringend gefordert. Die Nichteinhaltung der Quote sollte spürbare finanzielle Auswirkungen haben", fordert Weinzinger.
Umgesetzt werden soll die Frauenquote durch eine schrittweise Erhöhung der Rektorinnen und Professorinnen von 0 bzw. 14 Prozent auf mittelfristig 30 Prozent und langfristig die Hälfte der Stellen. "Lippenbekenntnisse zur Gleichstellung der Frauen bringen nichts, das haben die letzten RektorInnen-Wahlen deutlich gezeigt. Es bedarf daher klarer Vorgaben in Form einer verpflichtenden Quote, sonst wird sich auch weiterhin nichts ändern", so Weinzinger.

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