Kollross: Komatrinken - Ursachen, nicht Symptome bekämpfen

Aktive Sozial-, Jugend- und Familienpolitik als beste Maßnahme

St.Pölten (SPI) (OTS) - "Es geht nicht darum, wer die drakonischeren Strafen in der öffentlichen Diskussion platziert, sondern um ein wirkliches Herangehen an die Sachlage", fordert der Landesvorsitzende der Kinderfreunde Niederösterreich, Andreas Kollross, im Zusammenhang mit der Diskussion um das sogenannte "Komatrinken" zur Besonnenheit auf.

Nicht die Symptome, sondern die Ursachen gehörten in diesem Zusammenhang bekämpft, so Kollross weiter. "Wenn auch in Niederösterreich bereits jede zweite Ehe nach durchschnittlich neun Jahren geschieden wird, wenn auch in Niederösterreich zigtausende Menschen entweder an der Armutsgrenze oder unter der Armutsgrenze leben, und wenn der Druck am Arbeitsmarkt oder in der Schule nicht weniger, sondern stärker wird, dann sind das einige von vielen Ursachen, die junge Menschen in ein Fluchtverhalten führen."

Wirksamste Maßnahmen in dieser Diskussion sind nicht in erster Linie mehr Polizeieinsätze, mehr Strafen oder mehr Verbote, sondern eine aktive Sozial-, Arbeitsmarkt-, Jugend- und Familienpolitik. "Wer sich an diesen Grundprinzipien orientiert, wird weitaus mehr Erfolg aufweisen als jene, die nur Repressalien fordern", so Kollross abschließend.

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