VP-Cortolezis-Schlager: Dienstpostenplan für Wiener Pflichtschulen von ÖVP abgelehnt

Auf Bedürfnisse der Schulen wird in keiner Weise Rücksicht genommen

Wien (VP-Klub) - "Statt jeder Wiener Schule die tatsächlich notwendige Anzahl von Lehrerinnen und Lehrern zur Verfügung zu stellen, wurde der am heutigen Dienstag im Wiener Stadtsenat vorgelegte Dienstpostenplan für Wiens Pflichtschulen offenbar nach dem Prinzip eines Glücksrades erstellt. Auf die Bedürfnisse der einzelnen Schulstandorte wurde in keiner Weise Rücksicht genommen. Von seriöser Planung, wie es der Rechtslage entspricht, kann damit keine Rede sein", begründet ÖVP Wien Bildungssprecherin Stadträtin Katharina Cortolezis-Schlager die Ablehnung des Planes durch die ÖVP Fraktion.

Der Rosenkrieg, der seit Wochen zwischen der Stadt Wien und dem Unterrichtsministerium ausgefochten werde, gehe, so die VP-Bildungssprecherin, zu Lasten der Kinder und Eltern. Die anstehenden Probleme würden nicht einmal im Ansatz gelöst.

Es fehle an Lehrpersonal, das auch tatsächlich in den Klassen unterrichtet, ebenso wie an Deutschförderprogrammen, Nachmittagsbetreuung und Lernförderung. Auch erfolge die Schuleinschreibung nicht wie notwendig ein Jahr vor Schuleintritt, sondern nur wenige Monate davor. "Die Sprachförderung muss rechtzeitig vor Schuleintritt erfolgen. Was bislang von der Stadt Wien geboten wird, ist bei weitem nicht ausreichend."

Ursachen für Mängel im Bildungssystem beheben, statt über Türschilder an Schulen diskutieren

"Die gescheiterte Integrationspolitik der Stadt hat zur Folge, dass die Schulqualität und das Bildungsniveau in Wien dramatisch sinken", so Cortolezis-Schlager und weiter: "SP-Bildungsstadträtin Laska und ihre Stadtschulratspräsidentin Brandsteidl sollten endlich aufwachen und zur Kenntnis nehmen, dass jedes dritte Wiener Schulkind am Ende der Volksschule nicht sinnerfassend lesen und jedes zweite nicht Rechtschreiben kann und jedes vierte mit dem Einmaleins weit überfordert ist. Es macht keinen Sinn, wenn am Stundenplan Rechnen steht, die Kinder aber ihre Lehrerin oder ihren Lehrer nicht verstehen. Die Ursachen dieser Mängel müssen behoben werden, statt mit Diskussionen über künftige Türschilder an Schulen von den Problemen abzulenken."

Deutschkenntnisse als Voraussetzung für Schuleintritt

"Es sollen künftig ausschließlich Kinder in die ersten Volksschulklassen aufgenommen werden, die über ausreichende Deutschkenntnisse verfügen", bringt Stadträtin Cortolezis-Schlager die Forderung der ÖVP Wien auf den Punkt. Für Kinder, die nicht Deutsch können, wären eigene Vorschulklassen einzurichten und Kinder, die nach Österreich kommen, nicht Deutsch können, aber schon älter als sechs Jahre sind, sollten erst dann in Schulen integriert werden, nachdem sie in verpflichtenden Deutschkursen in Kleingruppen die notwendigen Deutschkenntnisse erworben haben.

Um den Bildungsstandard in Wien nachhaltig anzuheben, wären nach Ansicht von ÖVP Bildungssprecherin Cortolezis-Schlager folgende ’ab sofort’-Maßnahmen unumgänglich:

  • Max. 22 Kinder pro Klasse
  • letztes Gratiskindergartenjahr
  • Eigene Vorschulklassen
  • Eigene Kleingruppen für Quereinsteiger, bis sie ausreichende Deutschkenntnisse erworben haben
  • Lesescreeningtests ab der 3. Schulstufe in den Volksschulklassen
  • Bildungsstandards für die 3. - 4. Volksschulklassen
  • mindestens 4 Stützlehrer pro Schulstandort (für alle Volksschulen, Hauptschulen und Polytechnischen Schulen)
  • KMS - für 10 Schüler ein Lehrer, plus 4 Begleit- und Stützlehrer pro Schulstandort

Rückfragen & Kontakt:

ÖVP-Klub der Bundeshauptstadt Wien
Tel.: (++43-1) 4000 / 81 913
Fax: (++43-1) 4000 / 99 819 60
presse.klub@oevp-wien.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VPR0001