ARBÖ: Autokäufer sind Umweltspitze - Schon 74 % mit Partikelfilter

Vor drei Jahren waren es erst 7,1 Prozent - Achtung: Bonus gibt's nur mehr bis Ende Juni

Wien (OTS) - Schon 74 Prozent aller in Österreich neu gekauften Dieselfahrzeuge haben einen Partikelfilter, das zeigen die neusten Zahlen von EurotaxGlass's für die ersten vier Monate des Jahres. "Vor drei Jahren waren es erst 7,1 Prozent. Diese sensationelle Entwicklung beweist, wie umweltbewusst Österreichs Autofahrerinnen und Autofahrer einkaufen, wenn der Markt geeignete Modelle anbietet und die Politik Anreize setzt", stellt der ARBÖ fest.

Wer demnächst den Kauf eines neuen Diesel-PKW mit Partikelfilter überlegt, sollte sich beeilen: Denn in sechs Wochen (also Ende Juni) läuft der "Bonus" aus, während der "Malus" für partikelfilterlose Neufahrzeuge bleibt.

63.036 neue Diesel-PKW wurden zwischen Jänner und April 2007 in Österreich gekauft. Davon waren 46.360 - oder 74 Prozent - mit und 16.676 - oder 26 Prozent - ohne Dieselpartikelfilter ausgestattet. Bei den "kleineren" Fahrzeugen unter 80 kW lag der Anteil bei 61 Prozent, bei den "großen" bei 83 Prozent.

Der aktuelle hohe Anteil der Diesel-PKW mit Partikelfilter zeigt auch, wie sehr sich die Automarktexperten im Jahr 2004 geirrt hatten, die für ganz Westeuropa - und damit auch für Österreich - für 2007 lediglich mit einem Anteil von 38 Prozent gerechnet haben.

Fazit des ARBÖ: "Wenn Industrie und Politik entsprechend zusammenspielen, kann man für die Umwelt viel erreichen." Um den Umstieg auf CO2arme Fahrzeuge zu beschleunigen, schlägt der ARBÖ daher vor, für neu gekaufte Fahrzeuge mit einem CO2-Verbrauch von unter 140 Gramm pro Kilometer, die Normverbrauchsabgabe völlig abzuschaffen. Zusätzlich macht sich der ARBÖ für eine Verschrottungsprämie für über 15 Jahre alte "Krax'n" stark (Euro 0), die 16 Mal mehr CO, 31 Mal mehr NOx und 18 Mal mehr HC ausstoßen, als neu gekaufte Fahrzeuge (Euro 4). Geld dafür gibt es genug. Allein die geplante Mineralölsteuer soll dem Staat Jahr für Jahr 528 Millionen Euro ZUSÄTZLICH an Steuern einspielen (Mineralölsteuer 440 Millionen plus 88 Millionen Mehrwertsteuer).

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