LR Ackerl: "Merkwürdige Aussagen des LAbg. Hüttmayr!"

Über eigenes Verhalten in der Jugendzeit nachdenken, statt ständig die heutige Jugend zu verdammen

Linz (OTS) - er für den Jugendschutz zuständige Landesrat Josef Ackerl reagiert auf die Ansagen des Präsidenten des Zivilschutzverbandes und ÖVP-LAbg Anton Hüttmayr: "Hüttmayr sollte über sein eigenes Verhalten in seiner Jugend- und späteren Erwachsenenzeit nachdenken, und mir dann sagen, ob er immer noch einen Notgipfel möchte!" so Ackerl. "Ständig auf die heutige Jugend, die bei der Sammlung von Grenzerfahrungen um keinen Deut besser oder schlechter ist als frühere Generationen, verbal hinzudreschen, und in Notgipfeln die Situation zu bejammern, halte ich für einen grob fahrlässigen Umgang mit der tatsächlichen Problemlage!" Im Übrigen habe Hüttmayr sich persönlich bei ihm, Ackerl, mit seinem Vorschlag nicht gemeldet.

Hüttmayr hatte vom für den Jugendschutz zuständigen Landesrat Josef Ackerl über die Medien einen Notgipfel zur Beratschlagung über die "komatrinkenden" Jugendlichen gefordert. "Ich hätte mich gefreut, wäre der ÖVP-Landtagsabgeordnete Hüttmayr mit seinem Vorschlag persönlich zu mir gekommen!" so Ackerl. "Bei einer Tasse Tee hätte ich dann gern mit ihm über seine Jugend und die dort gemachten Erfahrungen gesprochen und ihn darüber aufgeklärt, dass ich davon ausgehe, dass die derzeitigen Jugendschutzbestimmungen völlig ausreichend wären, wenn sie entsprechend kontrolliert und exekutiert würden!" Hüttmayr hätte Landesrat Ackerl dann auch noch einmal erklären können, warum die ÖVP noch im Jahr 2001 gegen die von Ackerl vorgeschlagenen verschärften Bestimmungen bezüglich der Abgabe von Alkohol an Jugendliche war (mit Vollmacht der Eltern konnten Jugendliche nach wie vor Alkohol erwerben), oder warum die Junge ÖVP noch im Jahr 2005 zum Kübeltrinken eingeladen hat - eine Aktion, bei der ebenfalls Unmengen von Alkohol in kurzer Zeit getrunken werden sollen. "Ich bin überzeugt, dass der heutigen Jugend zutiefst Unrecht getan wird!" so Ackerl. "Ich gehe - wie andere übrigens auch - davon aus, dass es sich bei den komatrinkenden Jugendlichen nur um einen kleinen Teil der heutigen Jugend handelt, die aus noch ungeklärter Motivlage in besonders auffälliger und schädlicher Weise dem vorgelebten Verhalten der Erwachsenen - Alkohol als Genussmittel -folgen!" Ackerl bleibt daher bei seinen Forderungen: "Erstens müssen Eltern gestärkt werden, damit sie mehr Zeit für ihre Kinder haben, in der sie ihnen neben vielen anderen lebenswichtigen Erfahrungen auch mehr Kompetenz im Umgang mit Gruppendruck und Suchtmitteln - wie Alkohol und Nikotin - weitergeben können. Und zweitens müssen die Jugendschutzbestimmungen stärker kontrolliert werden und Erwachsene, die Alkohol an Jugendliche ausgeben bzw. ihnen den Zugang dazu ermöglichen, schärfstens bestraft werden!"

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