Armutsbericht: Arme Kinder zu 57% im Kindergarten, Nicht-Arme zu 75%

Armutskonferenz für verpflichtetes Vorschuljahr und Aufwertung der Kindergartenpädagogik. "Window of Oppurtunity" gegen Vererbung von Armut

Wien (OTS) - Bei den 4- bis 6 Jährigen haben Kinder aus armutsgefährdeten Haushalten eine deutlich geringere Betreuungsquote (57%) gegenüber nicht armutsgefährdeten Kindern (75% Betreuung).

http://www.armut.at/Kindergarten%20und%20Schulbesuch.doc

"Die Zeit zwischen 3 und 6 Jahren birgt große Chancen sozial benachteiligte Kinder spielerisch und individuell zu fördern.", so Diakonie-Sozialexperte Martin Schenk und Sprecher der Armutskonferenz.

"Eine gute integrative Kinderpädagogik ist in dieser Phase ein schützender und stärkender Faktor für das Selbstbewußtsein der Kinder. Und hilft die in den Kindern angelegten Möglichkeiten spielerisch zu entfalten."

Aus der Armutsforschung wissen wir: "Die Zeit zwischen 3 und 6 Jahren ist ein "Window of Opportunity", um mit einfachen Massnahmen etwas gegen die Vererbung von Armut zu tun.", so Schenk.
"Die Kindergartenpädagogik muss aufgewertet werden, ein Vorschuljahr eingeführt, das System zweisprachiger BegleitlehrerInnen gehört massiv ausgebaut", fordert die Armutskonferenz. Wichtig ist eine integrative Pädagogik, die sowohl mit behinderten Kindern, als auch mit sozial benachteiligten Kids als auch mit Sprachen so umzugehen weiß, dass alle profitieren. Und: "Der Kindergarten muss für Niedrigstverdiener leistbar sein."

Insgesamt leben 96 000 Kinder und Jugendliche in "manifester Armut". 270 000 sind "armutsgefährdet. Armut ist konstant hoch. Die Vergleichszahlen zum letzten Jahr liegen alle in der statistischen Schwankungsbreite.

Rückfragen & Kontakt:

DIE ARMUTSKONFERENZ - Österreichisches Netzwerk
gegen Armut und soziale Ausgrenzung
www.armutskonferenz.at
Rückfragen Medien: 01/ 409 80 01 oder 0664/ 544 55 54
Kooridnationsbüro: 01/ 402 69 44

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | ARM0001