Bures: "Integrative Informationsgesellschaft fördert Chancengleichheit"

Österreichisches Breitbandprojekt im europäischen Spitzenfeld

Wien (OTS) - Medienministerin Doris Bures zeigt sich erfreut über den Erfolg eines partizipativen Breitband-TV-Projekts in der oberösterreichischen Gemeinde Engerwitzdorf. Das "Bunte Fernsehen Engerwitzdorf" wurde aus über 160 eingereichten Projekten für die Endrunde um den Kampf der "Besten europäischen Breitband-Projekte 2007" qualifiziert. "Ziel unserer Bemühungen ist eine integrative Informationsgesellschaft, die die digitalen Technologien als wichtige Instrumente für Chancengleichheit, persönliche Freiheit und sozialen Zusammenhalt sieht", so Bures, die in der Regierung für die Koordinierung der Fragen der Informationsgesellschaft zuständig ist.

Im Rahmen der heute und morgen in Brüssel stattfindenden EU-Konferenz "Bridging the Broadband Gap 2007" werden die 49 Projekte der Endrunde - darunter auch das "Bunte Fernsehen Engerwitzdorf" - den 600 hochkarätigen KonferenzteilnehmerInnen präsentiert. Bis morgen Abend werden die drei besten Projekte mit der Auszeichnung "Bestes europäisches Breitband-Projekt 2007" prämiert.

Das interaktive "Bunte Fernsehen Engerwitzdorf" unterstreicht die Chancen, die Breitband für die lokal-regionale Kommunikation bietet. Die lokale Bevölkerung wird dabei ermutigt, eigene Inhalte zu produzieren und sie über eine multimediale Breitband-Internet-Plattform für alle 8.000 EngerwitzdorferInnen auf ihren TV-Apparaten verfügbar zu machen. Die Idee der Telekom Austria, vernetztes lokales Fernsehen zu ermöglichen, das von ländlichen Kommunen betrieben und von den Bürgerinnen und Bürgern aktiv mitgestaltet wird, sei völlig neu und innovativ, so Bures. Weiters an dem Projekt beteiligt ist die Medien-Innovationsagentur Sonovista.

In Österreich liegen bereits 95 Prozent aller Haushalte in mit Breitband versorgten Gebieten. Tatsächlich genutzt wird das Breitband-Internet von nicht einmal der Hälfte der Haushalte. Die im Regierungsprogramm vorgesehne Vollversorgung der österreichischen Bevölkerung mit einer leistungsfähigen Internet-Infrastruktur bis Ende 2009 sei notwendig, "aber gleichzeitig müssen wir berücksichtigen, dass es nach wie vor Bevölkerungsgruppen gibt, die wenig Kontakt mit Computer und Internet haben", so Bures. Besondere Rücksicht bei der verstärkten Heranführung an Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) gelte älteren Menschen, vor allem im ländlichen Raum. Daher brauche es zielgruppenorientierte Maßnahmen zur Schließung dieser Nutzungslücke. "Die Nutzung der IKT muss Ausgrenzung überwinden sowie wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, Beschäftigungschancen, Lebensqualität und gesellschaftliche Teilhabe verbessern", so Bures abschließend.

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