Mölzer: Haiders Engagement in Bremen gescheitert

Zersplitterung der Rechtsparteien nützte wieder einmal dem politischen Establishment

Wien (OTS) - Kärntens Landeshauptmann Jörg Haider habe im Ausland nicht mehr die geringste Zugkraft als Wahlkampfhelfer, meinte heute der freiheitliche EU-Abgeordnete Andreas Mölzer zur Landtagswahl in Bremen. Denn beim gestrigen Urnengang in der Hansestadt kamen die Konservativen von Joachim Siegerist landesweit nur auf bescheidene 1,63 Prozent der Stimmen. Daran konnte auch die große mediale Inszenierung von Haiders Wahlkampfauftritt nichts ändern. Die Mißerfolge und die Erfolglosigkeit des Bärentalers in seiner Heimat dürften sich bis in den hohen Norden der Bundesrepublik herumgesprochen haben, resümierte Mölzer.

Das Ergebnis der Wahl in Bremen zeige aber auch, wie sehr die Zersplitterung der Rechtsparteien dem politischen Establishment nütze, betonte der EU-Mandatar. Wären DVU, Siegerists Konservative, die Liste "Bürger in Wut" und die Republikaner gemeinsam angetreten, so hätten sie sowohl in der Stadt Bremen als auch in Bremerhaven locker mit rund 5,7 Prozent bzw. 11 Prozent die Fünfprozenthürde übersprungen und den Einzug in die Bremer Bürgerschaft geschafft. Weil aber die Rechtsparteien offenbar der Verlockung der Wahlkampfkostenrückerstattung erlegen seinen, konnte nur die DVU in Bremerhaven einen Erfolg verbuchen, in dem sie mit 5,4 Prozent der Stimmen ein Mandat erreichte, schloß Mölzer.

Rückfragen & Kontakt:

Dr. Bernhard Tomaschitz
Tel: 0676/43 22 313 redaktion@zurzeit.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FPK0011