Glawischnig zur Rektorenwahl: Minister Hahn darf sich nicht hinter "Autonomie" verstecken

Keine einzige Unirektorin beispielloses Armutszeugnis für Österreich

Wien (OTS) - "Dass es in Österreich keine einzige Frau an der Spitze einer Universität gibt, ist peinlich und beschämend." Die Grüne Vizechefin Eva Glawischnig ist empört über die Neubesetzungen bei den heimischen Rektorenposten, bei denen keine einzige Frau zum Zug gekommen ist. Würde kein einziges österreichisches Unternehmen eine Chefin haben, wäre der Aufschrei ungleich größer, meint sie. "Wenn das derzeitige Bestellungsverfahren nicht garantiert, dass bei gleicher Qualifizierung Frauen gewählt werden, ist es dringend zu ändern", stellt Glawischnig klar. Hart kritisiert die Grüne den zuständigen ÖVP-Wissenschaftsminister. "Hahn sagt, dass er die Tatsache der Frauendiskriminierung zwar bedaure, ihm aber aufgrund der Uni-Autonomie die Hände gebunden seien. Das lass ich nicht gelten."
Glawischnig fordert, den Stopp bzw. die Rücknahme der derzeit anstehenden Bestellungen. "Wenn das Verfahren nicht funktioniert, muss es reformiert werden - sofort. Der ÖVP-Minister kann sich nicht hinter der Autonomie der Unis verstecken."
Höchst ärgerlich findet die Grüne zudem, dass weder die weiblichen Regierungsmitglieder insgesamt aufschreien, noch die SP-Frauenministerin im Besonderen. "Doris Bures müsste dafür sorgen, dass diese Diskriminierung, die sich seit Jahrzehnten nicht geändert hat, beendet wird. Aber ihr fehlt offensichtlich jede Idee." Glawischnigs Begehr ist eindeutig: "Es darf keine frauenfreie Zone mehr an den Unis geben."

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