VP-Gerstl: Keine Alibimaßnahmen mehr bei Verkehrssicherheitsmaßnahmen im Motorradverkehr

ÖVP Wien fordert Freigabe von Busspuren, vorgezogene Haltelinien und rutschfeste Bodenmarkierungen

Wien (VP-Klub) - "Das Versprechen, etwas für mehr Sicherheit im Motorradverkehr in Wien zu tun, hat SP-Stadtrat Schicker bis heute nicht eingelöst", so ÖVP Wien Verkehrssprecher LAbg. Wolfgang Gerstl. Denn, so der Verkehrsprecher weiter, nach dem angekündigten Probelauf für die Freigabe der Busspuren für den Motorradverkehr gebe es gerade einmal drei Strecken, die in Summe einen Kilometer lang sind, sowie eine Ankündigung Schickers, über weitere Freigaben einmal nachdenken zu wollen.

Angesichts der Zunahme von Motorradunfällen in Wien im Jahre 2006 gegenüber dem Jahr davor um 2,7 Prozent und um 84 Prozent im ersten Quartal 2007 wäre aber dringender Handlungsbedarf angesagt. Gerstl fordert daher eine Sicherheitsoffensive für Motorradfahrer, wie rutschfeste Fahrbahnmarkierungen auf Wiens Straßen.

Weiters tritt der VP-Verkehrssprecher für vorgezogene Haltlinien für Motorräder bei geregelten Kreuzungen ein, um eine entsprechende Entflechtung zwischen einspurigen und mehrspurigen motorisierten Verkehr zu erzielen. Als weitere Forderung nannte er die Einrichtung von Motorradparkplätzen im 5-Meter-Bereich der geregelten Kreuzungen. Hierdurch könnte der Parkplatzbedarf der einspurigen Motorisierten befriedigt werden, ohne damit Autofahrer durch querparkende Motorräder weiterhin zu verärgern.

"Die Freigabe von Busspuren, dort wo es möglich und sinnvoll ist, wäre ebenfalls ein probates Mittel, um den Motorradverkehr in Wien sicherer und flüssiger zu machen", meint Gerstl. Grundsätzlich müsse die Wiener Stadtverwaltung mit geeigneten Maßnahmen für ein Verkehrsklima sorgen, das ein harmonisches Miteinander zwischen Motorrad- und Autofahrern ermöglicht. "Für viele Verkehrsteilnehmer ist angesichts der zunehmenden Staus auf Wiens Straßen die Benützung eines Motorrades eine immer öfter in Anspruch genommene Alternative, um im Stadtverkehr voranzukommen", erklärt Gerstl.

Aus kommunaler Sicht ist diese Entwicklung sowohl verkehrstechnisch, infolge eines geringeren Platzbedarfs im Fließverkehr, als auch ökologisch durch den geringeren Schadstoffausstoß der Motorräder zu begrüßen. Voraussetzung hierfür sind die entsprechenden verkehrspolitischen Vorkehrungen, die die Stadt nun endlich treffen muss. "Stadtrat Schicker ist daher dazu aufgerufen, endlich einmal -abgesehen von Alibihandlungen - wirkliche Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit für das Motorradfahren in Wien zu setzen", schloss Gerstl.

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