Foglar: Herbstlohnrunde der Metallindustrie findet im Herbst statt

Arbeitszeitvereinbarung ist tragfähiger Kompromiss für beide Seiten

Wien (GMTN/ÖGB) - "Die Gewerkschaft Metall-Textil-Nahrung geht davon aus, dass die Herbstlohnrunde der Metallindustrie zu den bereits vereinbarten Terminen ab September stattfindet. Wir registrieren mit großer Aufmerksamkeit, dass wir bereits jetzt von Seiten der Arbeitgeber konkrete Angebote für den Lohnabschluss in der Metallindustrie über die Medien erhalten", sagt Erich Foglar, Bundesvorsitzender der Gewerkschaft Metall-Textil-Nahrung (GMTN), zur den am Samstag in "Der Standard", "Kurier" und "Die Presse" veröffentlichten Aussagen von Wolfgang Welser, Obmann der Bundessparte Industrie in der Wirtschaftskammer.++++

Zu dem Vorschlag von Welser, der als Vorbild für die Herbstlohnrunde den Abschluss in der Elektro- und Elektronikindustrie nennt, allerdings mit einer neuen Berechnung des flexiblen Lohnanteiles rein auf Basis der österreichischen Wertschöpfung, meint Foglar: "Die Metallindustrie soll sich selbst einmal klar werden, was sie tatsächlich will und was vor allem auch in der Praxis umsetzbar ist. Es ist nicht dienlich, sich ständig über die Medien neue Modelle auszurichten."

Einigung ist kein einseitiges Diktieren von Forderungen

Welser drückte auch seine Unzufriedenheit über die Sozialpartner-Vereinbarungen zu den Arbeitszeiten aus. "Wenn für Welser nur der Wunsch von Lohnnebenkostensenkung und das Einsparen von Überstundenzuschlägen erwünschtes Ergebnis war, dann ist seine Enttäuschung verständlich", so Foglar. Ziel des ÖGB sei es gewesen, vor allem auch Vorteile für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu erreichen und die Regelungskompetenz des Kollektivvertrages zu sichern. "Eine Einigung ist kein einseitiges Diktieren von Forderungen", sagt Foglar. Er wiederholt, dass die Sozialpartnereinigung zu den Arbeitzeiten ein "stabilen, tragfähigen Kompromiss" sei, der von Expertinnen und Experten aus der Praxis verhandelt wurde und jetzt auf Gesetzesebene verankert werden kann. "Ein Einsparungsprogramm für die Wirtschaft auf Kosten der Beschäftigten ist es definitiv nicht", so Foglar abschließend, "sondern eine sinnvolle Lösung zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes Österreich.

ÖGB, 14. Mai 2007 Nr. 316

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