EURO 2008: Drei Wochen rackern für einen Trainingsanzug?

vida fordert Entlohnung für HelferInnen bei der EURO 2008

Wien (vida/ÖGB) - Die Vorbereitungsarbeiten für die EURO 2008 laufen auf Hochtouren. Viele erwarten sich ein großes Geschäft, für andere könnte aber - geht es nach den Vorstellungen der UEFA - für drei Wochen Arbeit nicht mehr als ein Trainingsanzug rausschauen. "Von den 5.000 HelferInnen, die das UEFA-Team bei dem Sportevent in Österreich und der Schweiz unterstützen sollen, wird erwartet, dass sie ehrenamtlich arbeiten. Wir verlangen, dass die UEFA diese Sichtweise überdenkt, schließlich wird ja von den HelferInnen auch Professionalität verlangt. Sie gehören entsprechend honoriert", sagt der Vorsitzende der Verkehrs- und Dienstleistungsgewerkschaft vida, Rudolf Kaske.++++

Die UEFA sucht - laut Angaben auf ihrer Homepage - für die EURO rund 5.000 "Volunteers" für die Bereiche Transport und Verkehr, Medien- und Gästebetreuung, Ticketing und Akkreditierung. Geworben wird für das Freiwilligen-Programm mit blumigen Formulierungen. So heißt es etwa: "Sie werden Teil eines weltweit gefeierten Fußballfestes und spüren die internationale, multikulturelle Atmosphäre hautnah." Belohnt wird der Einsatz laut UEFA "mit einem kompletten Adidas-Outfit, kostenloser Verpflegung während des Anlasses und vor allem mit unvergesslichen Erlebnissen."

"Wir freuen uns, wenn die UEFA für die MitarbeiterInnen ein tolles Erlebnis wird. Der Dienst an der Gesellschaft wäre aber weit größer, wenn sich UEFA an Arbeit Suchende wenden und die Arbeit entsprechend entlohnen würde", sagt Kaske. Er kündigt dazu auch Gespräche mit der Schweizer Dienstleistungsgewerkschaft UNIA an. Kaske abschließend:
"Die EURO ist für sehr viele Unternehmen ein großes Geschäft. Warum sollte sich dann ausgerechnet ein Teil derjenigen, die bei der EURO arbeiten, mit dem Slogan 'Dabei sein ist alles' abspeisen lassen?"

ÖGB, 14. Mai
2007
Nr. 315

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