Komatrinken: Zwerschitz: Werbeverbot für alkoholische Getränke

Grüne fordern nach Wochenendbilanz Konsequenzen

Wien (OTS) - Nach einer weiteren schlimmen Wochenendbilanz (14 bewusstlose Jugendliche als Resultat des Komatrinkens) regiert weiter die Untätigkeit kritisiert die Jugendsprecherin der Grünen, Barbara Zwerschitz. Solange im Zusammenhang mit Alkopops und ähnlichen speziell für eine jugendliche Klientel designten hochprozentigen Getränken verharmlosend von "Softalkohol" gesprochen werde, könne von keinem seriösen Herangehen an das Thema die Rede sein, erklärte Zwerschitz. Das müsse auch Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky einsehen. Zwerschitz forderte ein Werbeverbot für Alkohol, insbesondere bei Sport-Events und Musikfestivals, die sich vorwiegend an ein jugendliches Publikum richten. "Es ist notwendig, den über weite Strecken unverantwortlichen Werbestrategien internationaler Getränkekonzerne einen Riegel vorzuschieben", fordert Zwerschitz.

Als flankierende Maßnahmen plädieren die Grünen auch für die harte Bestrafung von Erwachsenen, die alkoholische Getränke für Jugendliche besorgen, sowie von Wirten, die Alkohol an Jugendliche ausschenken. Auch eine Vereinheitlichung des Jugendschutzgesetzes sei längst überfällig. "Alkohol ist eben eine harte Droge im Wortsinn", meint Zwerschitz weiter. "Es macht sehr rasch süchtig und verursacht gerade bei Jugendlichen massive körperliche Schäden." Die Politik schrecke aber unverständlicherweise nach wie vor davor zurück, den Kampf gegen den Missbrauch der Volksdroge Alkohol aufzunehmen. Um so begrüßenswerter seien Vorstöße privater Akteure wie des ÖJRK vom Montag, akut Maßnahmen zur Prävention und Hilfe zu setzen.

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