Ilisu-Flüchtlinge wollen nach Österreich

FPÖ will Haftung der Republik für türkischen Monster-Staudamm beenden

Wien (OTS) - Der Bau des Ilisu-Staudammes ist Teil des so
genannten Südostanatolien-Projekts, dessen Ziel es ist, durch die Errichtung von Staudämmen an Euphrat und Tigris Strom zu erzeugen und eine exportorientierte Landwirtschaft zu forcieren. Durch den geplanten Staudamm soll 65 km vor der Grenze zum Irak das Wasser des Tigris auf einer Fläche von 313 Quadratkilometern gestaut werden.

Die betroffenen Menschen - der Bau des Staudammes hätte die Überschwemmung des Wohngebietes von über 50.000 Personen zur Folge -kündigen bereits an, das Land zu verlassen und in jene Staaten zu flüchten, die am Ilisu-Projekt beteiligt sind. Zu diesen Ländern gehört auch Österreich - die Republik übernimmt nämlich eine Haftung in der Höhe von 200 Millionen Euro für die Beteiligung der Andritz AG.

FPÖ-Vizebundesparteiobmann NAbg. Norbert Hofer: "Es handelt sich beim Ilisu-Staudammprojekt um ein äußerst riskantes Unterfangen. Warum die Republik hier eine Haftung übernimmt, ist für mich unverständlich. Geht hier etwas schief, sind die österreichischen Steuerzahler die Leidtragenden. Und wenn nun auch tausende Flüchtlinge nach Österreich kommen, belastet das unseren Staat noch zusätzlich - nicht nur aufgrund der Tatsache, dass die Menschen in der betroffenen Region meist kaum eine Ausbildung vorweisen können und deshalb auf unserem Arbeitsmarkt ohnedies keinen Platz finden werden."

Hofer will die österreichische Haftung für das Monster-Projekt sofort beendet wissen und verlangt, dass sich Österreich in Zukunft nicht mehr auf Beteiligungen an derart umstrittenen und riskanten Unternehmungen einlässt. Den Ausstieg aus der Haftung hat die FPÖ bereits im Nationalrat beantragt.

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