Von Kirchbach: Neuer Präsident von Johanniter International

"Erste-Hilfe-Kurs sollte europaweit verpflichtend für Kraftfahrer sein"

Wien/Potsdam (OTS) - Der Präsident der deutschen Johanniter-Unfall-Hilfe, Hans-Peter von Kirchbach, wurde am Wochenende zum Präsident von Johanniter International gewählt. Er löst damit Dipl. Ing. Johannes Bucher, Präsident der Johanniter-Unfall-Hilfe in Österreich, ab. Johanniter International ist der Zusammenschluss von 15 verschiedenen Hilfswerken der vier Johanniterorden.

Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesgesundheitsministerium, Rolf Schwanitz, dankte in Potsdam den Johannitern für die wichtige Arbeit, die ihre unzähligen freiwilligen Helfer täglich leisten. Schwanitz, der auch die deutsche EU-Ratspräsidentschaft vertrat, bezeichnete den Beitrag von Hilfsorganisationen wie den Johannitern als zentrale Stütze im Sozial- und Gesundheitsbereich.

Dipl. Ing. Johannes Bucher, in dessen Amtszeit Johanniter International als Non-Profit-Organisation mit Sitz in Brüssel offiziell registriert und eingerichtet wurde, setzte sich für die verstärkte internationale Zusammenarbeit der Johanniter insbesondere in der Jugendarbeit und in der humanitären Hilfe ein. Außerdem übte er massiv Kritik an der Schwarzarbeit im Pflegebereich und schlug vor, einen europaweiten Best-Practice-Katalog für Maßnahmen zur Förderung legaler Pflegearbeit zu erstellen. Zudem forderte er einheitliche Standards in der Ersten-Hilfe-Ausbildung für den Führerscheinerwerb in den EU-Mitgliedstaaten.

Auch Hans-Peter von Kirchbach will sich in seiner neuen Funktion europaweit für mehr Erste-Hilfe-Ausbildung einsetzen. "Besonders wichtig ist mir dabei, dass alle, die einen Führerschein erwerben wollen, einen Erste-Hilfe-Kurs absolvieren. Jeder soll wissen, wie er im Notfall schnell und effektiv helfen kann." In Ländern wie England und Frankreich sind praktische Erste-Hilfe-Kenntnisse für den Führerscheinerwerb bislang nicht verpflichtend.

Am Herzen liegt von Kirchbach ebenso die weltweite Vernetzung der Johanniter zur Verbesserung der internationalen Katastrophenhilfe. Johanniter-Hilfswerke gibt es auch in 42 Ländern außerhalb Europas. "Wenn wir uns besser vernetzen, können wir schnellere und wirksamere Soforthilfe leisten. Das hilft Leben retten." Die deutschen Johanniter arbeiteten bei den Hilfsmaßnahmen nach dem Tsunami eng mit den Johannitern in Sri Lanka
zusammen. Heute helfen sie dabei, in dem asiatischen Land Erste-Hilfe-Ausbilder für die Breitenausbildung zu schulen. Das ist entscheidend für den Ausbau des Katastrophenschutzes.

Ein dritter Schwerpunkt ist für den neuen Präsidenten die europaweite Vernetzung der Johanniter-Jugendarbeit, wie etwa durch gemeinsame Projekte zur Gesundheitsbildung junger Menschen.

Die vier Johanniterorden betreiben in Europa Hilfswerke in Deutschland, Frankreich, Österreich, England, Italien, Schweden, Finnland, Estland, Lettland, Polen, Ungarn,
Wales, den Niederlanden und der Schweiz. Im Nahen Osten sind sie durch die Johanniter-Augenklinik in Jerusalem vertreten. Das Europabüro von Johanniter International in
Brüssel informiert die Öffentlichkeit über die vielfältigen Sozial-und Gesundheitsdienste der
Johanniter.

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