PRÖLL und GLOBAL 2000 belohnen Radeln in die Arbeit

Gemeinsame Aktion fahrRad für ArbeitnehmerInnen gestartet

Wien/Graz (OTS) - "Radfahren ist gut für Umwelt und Klima. Wer im Alltag regelmäßig in die Pedale tritt, hält sich darüber hinaus fit und bleibt leistungsfähig. Das haben auch große Unternehmen erkannt und fördern MitarbeiterInnen, die umweltfreundlich mit dem Rad mobil sind. Wer täglich in die Arbeit und retour radelt, hat weniger Krankenstände, ist zufriedener, motivierter und leistungsfähiger. Das wollen wir mit der Aktion fahrRad bewusst machen und dieses Engagement mit attraktiven Preisen belohnen", das erklärte Umweltminister Josef Pröll heute, Montag, anlässlich der Präsentation der Motivationskampagne fahrRad von Lebensministerium und GLOBAL 2000 mit der steirischen Verkehrslandesrätin Kristina Edlinger-Ploder, Barbara Studeny, Vorstand von GLOBAL 2000 und Friedrich Santner, Geschäftsführer der Anton Paar GmbH in Graz.

In Österreich sind 25 Prozent aller Autofahrten kürzer als zwei Kilometer und 50 Prozent aller Autofahrten kürzer als fünf Kilometer. Gerade im innerstädtischen Verkehr hätte Radfahren daher besonders großes Potenzial. Leider liegt Österreich, was die Nutzung des Fahrrads als umweltfreundliches Transportmittel anlangt, im internationalen Vergleich im hintersten Drittel. Um den Radverkehrsanteil in Österreich auf 10 Prozent zu heben, hat das Lebensministerium den Masterplan Radfahren vorgelegt: Durch die Einsparung von 560 Millionen bis 1,6 Milliarden PKW-Kilometer ist eine Reduktion des Gesamttreibstoffverbrauches von 30.000 bis 85.000 Tonnen jährlich möglich. Das bringt jährlich 270 bis 780 Tonnen Stickoxide weniger und spart 100.000 bis 270.000 Tonnen CO2 pro Jahr.

Masterplan für mehr Radfahren

In Umsetzung des Masterplans Radfahren bietet das Lebensministerium im Rahmen seiner Klimaschutzinitiative klima:aktiv Städten und Gemeinden, Betrieben, Schulen sowie der öffentlichen Verwaltung kostenlose Beratung an. Finanzielle Hilfestellung gibt es im Rahmen des mit 1,8 Millionen Euro dotierten klima:aktiv mobil Förderprogramms für CO2-Sparmaßnahmen von Gemeinden und KMUs. Gefördert werden Investitionen in Radverkehrsinfrastruktur und Logistik, Radverleihsysteme und Maßnahmen zur Verknüpfung des Radverkehrs mit öffentlichen Verkehrssystemen, Radkampagnen und Informationstätigkeit.

Mit dem Wettbewerb bike2business wenden sich Lebensministerium und WKÖ auch heuer wieder an Unternehmen, ihre fahrradfreundlichen Projekte bis 14. Juli einzureichen. Ein gutes Beispiel dafür, wie es möglich ist, die MitarbeiterInnen zum Umstieg vom Auto aufs Fahrrad zu bewegen, ist der Vorjahressieger in der Kategorie Großunternehmen. Die Anton Paar GmbH bietet etwa für die autofreie Anfahrt Belohnungsprämien, Firmenfahrräder, überdachte Abstellplätze, Duschen oder organisiert Radausflüge. MitarbeiterInnen zeigen ihren KollegInnen den besten Weg mit dem Fahrrad vom Wohnort zum Arbeitsplatz und vieles mehr. "Der schonende und bewusste Umgang mit den uns anvertrauten Ressourcen beinhaltet neben energieoptimierten technischen Lösungen für die neuen Firmengebäude auch den Bereich einer sanften Mobilität. Engagierte MitarbeiterInnen leisten einen Beitrag, indem sie öffentliche Verkehrsmittel benutzen, Fahrgemeinschaften bilden, mit dem Rad oder einfach zu Fuß zur Arbeit kommen", so Friedrich Santner, Geschäftsführer der Anton Paar GmbH.

Das Verkehrsressort des Landes Steiermark will den Gebrauch des Drahtesels ankurbeln und stellt im Jahr 2007 drei Millionen Euro für das Projekt "Das Rad im Alltag" zusätzlich bereit. "Die Steirer sollen wieder vermehrt dazu motiviert werden, auf dem Weg zur Arbeit, zur Schule und zum Einkaufen in die Pedale zu treten. Die Verdoppelung des Fahrradverkehr-Anteils in der Steiermark auf 12 Prozent, in Graz eine Steigerung um 1 Prozent pro Jahr (derzeit 14%) und Graz wieder zu Österreichs Fahrrad-Hauptstadt zu machen, das sind die Ziele", erklärte Verkehrslandesrätin Kristina Edlinger-Ploder.

GLOBAL 2000 und Lebensministerium starten fahrRad

Zur Erreichung der Klimaschutzziele ist neben dem Engagement von Ländern, Gemeinden und Betrieben eines am wichtigsten - die Bereitschaft des Einzelnen, einen Beitrag zu leisten und auf das Fahrrad umzusteigen. Die Kampagne fahrRad will ArbeitnehmerInnen, motivieren, den Weg von und zur Arbeit CO2-frei mit dem Rad zurückzulegen. "Wir wollen den Umstieg auf das Fahrrad für den täglichen Arbeitsweg erleichtern und CO2-neutrales "Radpendeln" durch gezielte Anreize belohnen. Denn neben einer fahrradfreundlichen Infrastruktur ist es eine Frage der persönlichen Einstellung und des Bewusstseins, für welches Verkehrsmittel ich mich entscheide", so Barbara Studeny, Vorstand von GLOBAL 2000.

Mit einer einfachen Registrierung auf der Homepage www.fahrradpass.at bekommt man den fahrRadpass in Form einer Scheckkarte zugesendet und nimmt automatisch am Gewinnspiel teil, für das 30 attraktive Preise von URLAUB AM BAUERNHOF, INTERSPORT-EYBL und den ÖBB zur Verfügung stehen. Wer einen Fahrradpass besitzt, kann kostenlose oder ermäßigte Angebote von VCÖ, RAILTOURS Austria, Intersport Eybl und STRÖCK in Anspruch nehmen. Und weil fahrRad ein Klimaschutzprojekt ist, wird die CO2-Ersparnis durch die Aktion berechnet. Deshalb sind alle fahrRad-TeilnehmerInnen aufgerufen, regelmäßig die Kilometer, die sie mit dem Rad in die Arbeit fahren, in ein online-Fahrtenbuch einzutragen. Der aktuelle Kilometerstand und die entsprechende CO2-Ersparnis werden sofort online dargestellt.

In den Monaten Juni, Juli und August wird anhand des online-Fahrtenbuches ermittelt, wer die meisten Radkilometer abgespult hat. Auf die MonatssiegerInnen warten attraktive Preise von INTERSPORT-EYBL, die bei der gemeinsamen Abschlussveranstaltung von bike2business und fahrRad, am 19. September 2007 vergeben werden.

Sämtliche Teilnahmeinformationen auf www.fahrradpass.at oder unter info@fahrradpass.at bzw. unter der Info-Hotline 01-313 78 78.

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Lebensministerium
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Tel.: (++43-1) 71100 DW 6703, DW 6823

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