Komatrinken: HAUBNER: Einheitliches Jugendschutzgesetz nötig

BZÖ fordert einheitlichen Jugendpersonalausweis mit Chipfunktion

Wien 2007-05-14 (OTS) - "Das BZÖ setzt sich schon seit Jahren für einen bundeseinheitlichen Jugendschutz ein und hat sogar eine Petition dafür initiiert, aber die Landeshauptleute von SPÖ und ÖVP haben dieses Ansinnen bisher immer abgelehnt. Es ist nicht nachvollziehbar, daß es in Österreich nach wie vor neun unterschiedliche Jugendschutzgesetze gibt. Aber auch die Verantwortung der Eltern darf in Rahmen der Diskussion nicht außer Acht gelassen werden, denn das beste Gesetz ist sinnlos wenn sowohl Jugendliche wie auch Eltern dieses ignorieren", betont die stellvertretende Klubobfrau des BZÖ Familiensprecherin Ursula Haubner.

Es gehe beim Kampf gegen das Phänomen "Komatrinken" nicht darum, die Jugend zu bevormunden, sondern ihnen Schutz vor der Droge Alkohol zukommen zu lassen. Diese Bewusstseinsbildung habe aber schon im Elternhaus, im Kindergarten und Volksschule zu beginnen. Einerseits müssten die Jugendlichen aufgeklärt und informiert werden, andererseits sollen auch die Veranstalter der zahlreichen "Flatrate -Vollrauschpartys" in die Ziehung genommen werden.

Es könne sicher nicht der Weisheit letzter Schluss sein, was nun SPÖ und ÖVP im Kampf gegen das "Komatrinken" angedacht haben. Viele Jugendliche würden sich nämlich den Alkohol vor einem Lokalbesuch aus einem Supermarkt oder von einer Tankstelle besorgen und sich damit kostengünstiger und außerhalb der Kontrolle der Gastronomen betrinken. "Hier muss es, in Absprache mit der Wirtschaft, eine Regelung geben, wie dieses Beschaffen von Alkoholika durch Jugendliche an Tankstellen und in Supermärkten in den Griff bekommen werden kann. Das BZÖ tritt daher für noch strengere Kontrollen als ersten notwendigen Schritt ein. Außerdem ist das Personal an der Kassa darauf aufmerksam zu machen, dass Alkoholika an unter 16-Jährige zu verkaufen eine strafbare Handlung darstellt", forderte Haubner.

Kritik übt die BZÖ-Familiensprecherin auch an der ÖVP-Forderung, drei unterschiedliche Personalausweise für Jugendliche einzuführen. "Das ist an Umständlichkeit und hohem Kostenaufwand kaum mehr zu überbieten. Das BZÖ will daher einen einheitlichen Jugendpersonalausweis mit einer Chipfunktion, der gleichzeitig als Lehrlings- beziehungsweise als Schülerausweis verwendet werden kann. Mit diesem BZÖ-Modell wird ein kostengünstiges, einheitliches und einfaches System ermöglicht. Damit könnten die Jugendlichen auch antialkoholische Getränke zu einem günstigeren Preis erwerben", so Haubner abschließend.

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