Belakowitsch-Jenewein: Ursachen für jugendlichen Alkoholismus ergründen

FPÖ fordert Vereinheitlichung des Jugendschutzgesetzes

Wien (OTS) - "Die derzeitige Diskussion rund um das jugendliche Koma-Saufen scheint nur geführt zu werden, um das Gewissen mancher Familienpolitiker zu beruhigen", so die FPÖ-Gesundheitssprecherin Dr. Dagmar Belakowitsch-Jenewein.
Dass immer jüngere Kinder volltrunken in Notaufnahmen eingeliefert werden müssten, spreche aber tatsächlich eine traurige Sprache.

Die Frage nach dem Warum scheine, so Belakowitsch-Jenewein, gar nicht gelöst werden zu wollen, sonst müssten ja die Alt 68er zugeben, dass ihre Familienpolitik gescheitert sei. "Aber wo bleibt in dieser Frage die Familienministerin Kdolsky? Außer Ankündigungen ist noch nichts passiert", kritisiert die freiheitliche Abgeordnete.

Einen guten Ansatz sieht Belakowitsch-Jenewein in der Vereinheitlichung des Jugendschutzgesetzes. Trotzdem würde diese Maßnahme alleine nicht einen einzigen Jugendlichen vom Trinken abhalten. Sie stellt weiter fest: "Die Alkoholindustrie sucht immer neue Absatzmärkte und hat sowohl bei der Werbung als auch mit neuen Produkten die jungendliche Zielgruppe klar im Visier. Hier ist ein Werbeverbot für Alkohol längst fällig."

Bei Jugendlichen führe auch das positive Image von Alkohol dazu, dass Trinkfestigkeit als erstrebenswerte Eigenschaft und vermeintliches Zeichen der Reife gilt. Weiters würden junge Menschen nach eigenen Angaben "saufen", weil sie ihren Verstand ausschalten, sich betäuben und in einen Zustand dumpfer Zurechnungslosigkeit abtauchen wollen. Balakowitsch-Jenewein: "Warum sie das wollen, ist wohl ein vielschichtiges Problem. Zum einen brauchen Jugendliche wieder eine Zukunft. Sie brauchen die Gewissheit, dass es eine Zukunft gibt. Dazu braucht es Lehrstellen, Studienplätze und Jobs. Aber es braucht auch Eltern und Politiker, die ihnen zeigen, wie man positiv ins Leben geht, und wie man es für sich gewinnt."

Es sei wichtig, schon kleinen Kindern Verantwortung und Vertrauen entgegen zu bringen. Kinder bräuchten Grenzen und Kinder wollen Pflichten übernehmen. Hier seien insbesondere auch die Eltern in die Pflicht zu nehmen, stellt die FPÖ-Gesundheitssprecherin fest und ergänzt: "Säuglinge und Kleinstkinder brauchen die elterliche Zuwendung und nicht eine Kindergartenbetreuerin, die 15 sechs Monate alte Babys wickelt, füttert und - wenn Zeit bleibt - auch noch liebevoll betreut. Einer Gesellschaft müssen Kinder einfach mehr bedeuten, als nur Kinderbetreuungsplätze für 0-3 Jährige."

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