Protestresolution der Kulturgewerkschaft gegen Kulturbudget

Schande für Österreich als Kulturnation - Künstler werden zu Hungerkünstlern

Wien (kmsfb/ÖGB) - Heftig protestieren Präsidium und Vorstand der Kulturgewerkschaft KMSfB (Kunst, Medien, Sport, freie Berufe) in gleichlautenden, einstimmig beschlossenen Anträgen gegen das "kulturfeindliche Bundesbudget 2007/2008". Wie es in der Resolution heißt, sei es "unerträglich, dass das Kulturbudget trotz eines Anstiegs der Gesamtausgaben des Staatshaushaltes 2007 praktisch unverändert bleibt, insbe-sondere bei den Bundestheatern, und 2008 Erhöhungen vorsieht, die nur als lächerlich bezeichnet werden können." Es wird dann die Schlussfolgerung gezogen, "dass Kunst und Kultur und die darin Tätigen in Österreich bewusst finanziell ausgehungert werden und Erhöhungen in anderen Bereichen offensichtlich zu ihren Lasten gehen" sollen. Es sei eine "Schande für Österreich als Kulturnation, dass Künstler zu Hungerkünstlern gemacht werden und die Kultur einen geringeren Stel-lenwert hat als alles andere."

Österreichs Weltruf durch Kultur und die darin Tätigen

Weiter heißt es in dem Antrag, es gehe "nicht an, sich bei der Förderung der Kultur weitgehend auf die Freigiebigkeit von Mäzenen und Sponsoren zu verlassen. Viel-mehr ist es für eine Kulturnation unabdingbar, dass auch der Staat seiner Verpflich-tung gegenüber Kunst und Kultur nachkommt und seinen Teil zu deren Betrieb bei-trägt. Spätestens seit dem Beinahe-Streik bei den Bundestheatern um die Jahres-wende 2005/06 müsste auch jenen Politikern, die Kultur nicht zu ihren Hauptwis-sensgebieten zählen, klar sein, wie finanziell ausgehungert die heimische Kultursze-ne ist, auch und insbesondere im Bereich der sogenannten Hochkultur, vornehmlich den Bundestheatern, den Festspielbühnen und den Landestheatern.
Die Kulturgewerkschaft KMSfB weist die verantwortlichen Politiker darauf hin, dass Österreichs Ruf in der Welt nicht etwa durch Infrastruktur und Sozialausgaben be-gründet ist, sondern durch seine Kultur und die darin Tätigen. Um beider Zukunft muss man nun bangen." (Schluss)

ÖGB, 14. Mai 2007
Nr. 313

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