Sportstaatssekretär Reinhold Lopatka: Den Kampf gegen Übergewicht im Kindergarten- und Schulbereich starten

Qualifizierungsoffensive zur Stärkung von Bewegung und Sport beginnt bei der Aus- und Fortbildung in den Pädagogischen Hochschulen

Graz, 14. Mai 2007 (OTS) - Als "große Chance für mehr Bewegung und Sport" bezeichnete Sportstaatssekretär Dr. Reinhold Lopatka den Umbau der Pädagogischen Akademien in Pädagogische Hochschulen. "Gerade vor dem Hintergrund der stark steigenden Zahl von adipösen Kindern haben es die Pädagogischen Hochschulen in der Hand, den bereits bei Jugendlichen verstärkt auftretenden Zivilisationskrankheiten den Kampf anzusagen, indem sie verstärktes Augenmerk auf körperliche Bewegung und Sport und gesundheitsorientierte Bildungsmaßnahmen in der Aus- und Fortbildung der Lehrkräfte und der Fortbildung der Kindergärtner/innen legen", so Lopatka vor rund 200 Sporterzieher/innen in Graz. Laut dem Österreichischen Adipositasbericht 2006 sind in Österreich etwa 10 Prozent aller Kinder im schulpflichtigen Alter übergewichtig und etwa 5 Prozent akut adipös, wobei dieser Anteil in der Pubertät nochmals auf etwa 16 Prozent übergewichtig und 8 Prozent adipös ansteigt. ****

In den Pädagogischen Hochschulen müsse es daher Zielsetzung sein, ein "Zentrum für Bewegung und Sport" einzurichten, so der Sportstaatssekretär weiter. Die Struktur der Pädagogischen Hochschulen erlaube es, unterhalb von Hochschulrat und Rektorat in Zukunft an jedem Institut (Ausbildung VS, Ausbildung HS, Fortbildung VS, Fortbildung HS, Fortbildung AHS, Fortbildung BHS, etc.) ein Institutübergreifens Zentrum für Sport einzurichten, "das Bewegung und Sport aufgrund der teilweise dramatischen gesundheitlichen Situation unserer Kinder als Unterrichtsprinzip in alle Aus- und Fortbildungen einfließen lassen soll". Damit würde man der Querschnittsmaterie Sport bereits in der Ausbildung der Pädagog/innen gerecht.

Der Sportstaatssekretär nannte zwei weitere Punkte für mehr Bewegung und Sport an Österreichs Schulen: Für Kooperationen von Schulen und Sportvereinen im Zuge der Nachmittagsbetreuung müsste eine gesetzliche Lösung geschaffen werden, "damit ein qualifizierter Vereinsübungsleiter die Bewegungs- und Sporteinheit als schulbezogenen Veranstaltung ohne Anwesenheit des Lehrers betreuen kann". Darüber hinaus seien durch bauliche wie legistische Maßnahmen mehr Bewegungsräume und Bewegungszeiten festzuschreiben. Das würde auch von den Österreicher/innen so gesehen: Mehr als 80 Prozent der wünschen sich laut EUROBAROMETER mehr Bewegung und Sport an Schulen, 72 Prozent eine engere Kooperation zwischen Schulen und Sport, so Lopatka abschließend.

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